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    Bares Geld spart, wer vor dem Füllen auf die Anzeigetafel schaut – es schenkt ein.  (CHRISTIAN BEUTLER)

Wo es sich lohnt, den Tank zu füllen

Wer verreist, sollte vorher die Benzin- und Dieselpreise checken. Wo es sich in den Ferien lohnt, den Tank zu füllen, und nebenbei noch locker Geld gespart wird – der grosse Überblick.

In Liechtenstein und der Schweiz sind die Spritpreise im Vergleich zum Ausland eher höher. Wer verreist, ist gut beraten, einen Blick auf die Benzin- und Dieselpreise zu werfen. Vielleicht reicht bereits ein halber Tank, bis zur nächstgünstigeren Zapfsäule. Wie viel Super und Diesel im Ausland kosten, hat «Wirtschaft regional» unter die Lupe genommen – und ausfindig gemacht, wohin sich die Reise mit dem Auto lohnt.

Apps und Internetseiten in der Region schwach

Internetportale und Apps für Preisvergleiche gibt es jede Menge, welche für die persönlichen Bedürfnisse passen, findet man schnell heraus oder eben nicht. «Wirtschaft regional» hat die Probe aufs Exempel gemacht und wollte wissen, wo in der Region die günstigste Tankstelle ist. Eine der schweizweit populärsten Internetseiten ist Benzin-preis.ch.

Die Seite spuckt Treibstoffpreise der ganzen Schweiz auf Knopfdruck aus, nur leider nichts im Umkreis von Vaduz. An den verfügbaren Tankstellen kann es nicht liegen, die gäbe es zur Genüge. Auch mit einem registrierten Benutzerkonto kommt keiner weiter. Als Alternativen schlägt die Website Tankstellen in der weiteren Region vor. Michael Möckli von Benzin-preis.ch bestätigt: «In Vaduz sind leider nur Preise von 2019 vorhanden.» Die nützen aber Ausflüglern und Ferienlustigen wenig und sind eigentlich nicht im Sinne des Erfinders. Woran liegt das? «Die Preise werden durch Benzinpreis-Melder, Tankstellen-Betreiber und mich gemeldet. Es scheint, dass hier leider keine Aktivität in dieser Region vorhanden ist», begründet Michael Möckli das Dilemma. Sprich: Im Land steckt jeder den Stotzen rein und lässt laufen. Zur Annäherung seien aber auch berechnete Preise vorhanden, führt Möckli aus. Da sich diese gemeldeten Preise auf das entsprechende Datum beziehen würden, seien sie vermutlich nicht so genau, fügt Mister Benzinpreis fairerweise an, daher gebe er die Genauigkeit auch mit 0 Prozent an.

Preisunterschiede in Europa gross

Alles klar. Und die Moral aus der Geschichte? Apps und Sites funktionieren erst, wenn User der Region sie mit aktuellen Daten speisen und sich so gegenseitig informieren. Ansonsten sind die Dienste für Historiker und Philosophen – oder so. Eine erste, unabhän­gige Übersicht bietet der Touring Club Schweiz. Tatsächlich sind die Preisunterschiede selbst in Europa gross.

Bei einem 60-Liter-Tank kann die Differenz gut und gerne eine Pizza betragen. Die Tageskurse variieren wie die Launen des Pizzaiolos und sind daher jeweils vor Ort zu eruieren. Wer nach Italien fährt, zahlt nach der Schweizer Grenze 1.42 Euro für Super und 1.29 Euro für den Liter Diesel. Wählt er seine Reiseroute über Österreich, kostet der Liter Super lediglich 1.02 Euro und der Diesel 99 Cents. Da liegt nach der Pizza noch ein Espresso und ein Gelati drin.

Reisende Richtung Deutschland oder Frankreich sparen nicht viel: rund 1.32 Euro muss für einen Liter Super bezahlt werden. Diesel ist in Deutschland mit 1.08 Euro allerdings fast 20 Cents billiger als bei den Franzosen. Holland ist mit einem Literpreis von 1.67 Euro einer der europäischen Spitzenreiter in Sachen Treibstoff­preise. Wer die Grenze in die Niederlande passiert hat, steigt wahrscheinlich sowieso auf den Drahtesel um. Selbst Königin Maxima zieht das Fahrrad gerne mal der Kutsche vor und radelt zum Pressetermin.

Spritparadies in Osteuropa

Wen es nach Portugal zieht, der sollte unbedingt in Spanien oder Andorra nochmals volltanken. Für Fans der Oststaaten sind die Spritpreise ein Traum. Doch auch hier empfiehlt sich ein Preisvergleich vor der Grenze. Die Unterschiede können gut und gerne 25 Cent pro Liter ausmachen.

Generell kann man sagen: abseits der Autobahntankstellen kann man bares Geld sparen. Je weiter weg von der Grenze, desto billiger die Preise, daher sollte man nicht gleich bei der ersten Tankstelle haltmachen. Selbst die Tageszeit und der Wochentag können mittlerweile bereits den Treibstoffpreis beeinflussen: Feiertage sind die besten Beispiele – dann klettern die Zähler in die Höhe. (nsb)

25. Jun 2020 / 22:39
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