• PK der Regierung in Vaduz
    Das Coronavirus ist nach wie vor präsent: Gesundheitsminister Mauro Pedrazzini richtet deshalb einen dringenden Appell an das Volk.  (Daniel Schwendener)

Mauro Pedrazzini: «Vorsicht ist geboten»

Feiertage, Urlaub: Der Sommer ist da. Das Coronavirus kennt jedoch keine Ferien. Gesundheitsminister Mauro Pedrazzini richtet einen dringenden Appell an das Volk.

Betreffend Coronavirus herrschte für einigen Wochen in Liechtenstein seit der ersten Welle Ruhe. Es gab keine Neuansteckungen, die Massnahmen wurden gelockert und die einzig neue «Freiheitseinschränkung» liegt in der Maskenpflicht im Bus. Daraufhin wiegen sich die Einwohner Liechtensteins in Sicherheit. In Alltagssituationen, wie beim Einkaufen im Supermarkt, zeigen sie eine gewisse Lockerheit. Die Abstandsregel wird kaum mehr beachtet, höchstens beim Anstehen an der Kasse.

Die Ferienzeit birgt Infektionsgefahr

Doch der Schein trügt. Gesundheitsminister Mauro Pedrazzini sagt: «Gerade in den nächsten Wochen ist Vorsicht geboten.» Liechtenstein verzeichnete im Juli sechs Coronafälle. In den angrenzenden Nachbarländern steigen die Fallzahlen rasant an. Dem fügen sich Ferienrückkehrer bei.

Feiertage wie der heutige Nationalfeiertag der Schweiz oder der Staatsfeiertag in Liechtenstein sind zwar von offizieller Seite abgesagt, doch das private Zusammenkommen ist nicht untersagt. Gerade bei Festen sollen sich die Feiernden, auch wenn die Atmosphäre locker ist, auf den Sicherheitsabstand von 1,5 Metern besinnen.

Menschen achten zu wenig auf den 1,5-Meter-Abstand

In den hiesigen Supermärkten zeigt sich ein Bild, das sich zum Beginn der Massnahmen im März unterscheidet. Damals galt noch der Abstand von zwei Metern und die Kunden hielten sich im Grossen und Ganzen daran. Sie wichen einander aus, und das nicht, um sich nicht begrüssen zu müssen. Das verursachte zum Teil komische Szenen, wie die Flucht in einen anderen Gang zwischen den Regalen. Doch Ansteckungen konnten so verhindert werden. Seit einigen Wochen gehen Kunden mehrheitlich lax mit der gegenwärtigen Situation um. So sieht es auch Stefan Ospelt, Inhaber des REC, Roxy Markts und weiteren Filialen in der Region: «Es ist deutlich bemerkbar, dass die Kunden lockerer mit der Massnahme umgehen.»

Eine Maskenpflicht, wie es das Bundesamt für Gesundheit in der Schweiz empfiehlt, erachtet Ospelt in der derzeitigen Zeit nicht als sinnvoll. «Doch wenn die Fallzahl steigt, wäre eine Maskenpflicht für den Selbstschutz der Kunden wie der Angestellten angemessen.» (dab)

31. Jul 2020 / 23:08
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1 KOMMENTAR
Ist schon wer
daran gestorben, wenn er ein Jahr nicht ins Ausland in die Ferien fahren kann, andere Leute zahlen dafür das sie bei uns Urlaub machen können, aber uns ist es scheinbar zu schlecht.Wenn alle mal etwas Disziplin und Hirn an den Tag legen würden, würden wir das Corona Problem in den Griff kriegen, so nicht, nach den Ferien haben wir die Stufe zwei, voll am Programm, und dann wird wieder gejammert, was es kostet, und wer die Kosten von der Quarantäne übernimmt.Hauptsache wir waren fett am Meer, und hinter mir die Sintflut.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 01.08.2020 Antworten Melden

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