Live-Ticker: Erhebliche Gefahr am Rhein

Von Dienstag auf Mittwoch haben Starkniederschläge das Wetter in Liechtenstein und der Region bestimmt. Für Liechtenstein wurde entlang des Rheins von heute, 10 Uhr, bis morgen, 18 Uhr, eine «erhebliche Gefahr» (Stufe 3) ausgerufen. Im selben Zeitraum besteht bei kleinen und mittelgrossen Flüssen eine «mässige Gefahr» (Stufe 2).

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15.15

Unser Fotograf ist vor Ort gewesen und mit eindrücklichen Fotos zurückgekehrt. Mit dem bevorstehenden Höchststand dürfte sich die Lage allmählich wieder beruhigen, wobei entlang des Rheins vorläufig weiterhin Vorsicht geboten ist. Zur Erinnerung: Die aktuelle Situation kann jederzeit auf naturgefahren.ch nachverfolgt werden. 

Mit den nachfolgenden Eindrücken beenden wir unseren Live-Ticker. Wir wünschen den Lesern einen angenehmen Tag, jetzt wo sich die Sonne blicken lässt. 

Hochwasser Rhein in Vaduz

In Sevelen ist der Uferweg kaum mehr zu erkennen.

Hochwasser Rhein in Vaduz

In Vaduz wurde der Weg zum Ufer hinab gesperrt. Auf der Schweizer Seite nicht.

Hochwasser Rhein in Vaduz

Heute war entlang der Rheinbrücke mehrmals ein lauter Knall zu hören.

Hochwasser Rhein in Vaduz

Das Hochwasser transportiert zahlreiches Material, wie Äste, Gestein und Schlamm.

 

Hochwasser Rhein in Vaduz

So sieht das Ganze von oben aus.

Fotostrecke: Hochwasser Rhein
Hochwasser Rhein in Vaduz
Hochwasser Rhein in Vaduz
Hochwasser Rhein in Vaduz
Hochwasser Rhein in Vaduz
Hochwasser Rhein in Vaduz
Hochwasser Rhein in Vaduz
Hochwasser Rhein in Vaduz
Hochwasser Rhein in Vaduz
Hochwasser Rhein in Vaduz
Hochwasser Rhein in Vaduz

 

15.05

Eine Stunde später meldet sich Kenny Vogt aus Sevelen bei der alten Holzbrücke. Auf der Schweizer Seite sind Teile des Uferwegs unter Wasser. In Liechtenstein fehlen rund 20 bis 30 Zentimeter. Auf der Vaduzer Seite ist der Weg nach unten abgesperrt. Der blaue Himmel deutet eine Wende an. «Es sind keine Niederschläge mehr zu erwarten», vermeldet Vogt. Gegen 17 Uhr, sobald der Rhein auch im Unterland den Höchststand erreicht habe, werde der Pegel allmählich zurückgehen.

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14.19

Kenny Vogt von der Privaten Wetterstation Balzers meldet sich gegen 13 Uhr live vom Hinterwasser in Balzers. Dabei erklärt er, dass eine sogenannte Luftmassengrenze über Liechtenstein und die Region das Hochwasser verursacht hat. Dabei treffen warme und kalte Luftströme aufeinander. «Die Luftströme werden quasi wie eine Zitrone ausgepresst. Ihre Wassermassen kommen irgendwie runter und es ist nicht richtig klar, in welchen Mengen sie wo fallen», beschreibt Vogt. Da die starken Schauer und Gewitter, die dabei entstehen, sowohl willkürlich als auch kurzfristig entstehen würden, seien Wetterprognosen schwierig bei diesem Phänomen.     

Laut Vogt erreiche der Rhein bei Vaduz aktuell den voraussichtlichen Höchststand. Im Unterland und Vorarlberg werde dies zwischen 15 und 17 Uhr der Fall sein. Eine drastische Gefahr für die Bevölkerung bestehe keine, weil das Land mit dem Rheindamm und den Binnenkanälen über einen «exzellenten Hochwasserschutz» verfüge. In Liechtenstein sei es der höchste Stand seit dem Hochwasser vor drei Jahren im Juni 2016.

 

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13.30 Uhr

Die Rheinholzer auf Liechtensteiner Seite im Einsatz.

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13.15 Uhr

Die aktuelle Situation am Rhein bei Vaduz. Das Wasser erreicht die Vorgrundsteine, der Rhein ist eine dunkelgraue Masse und bringt viel Schwemmholz. Eine fast schon mystische Stimmung.

Rhein Hochwasser

Rhein Hochwasser

Rhein Hochwasser

Die Rheinholzer bei ihrer gefährlichen Arbeit.

Rhein Hochwasser

 

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12.10

Ein Blick ans Seeufer in Rorschach zeigt: Derzeit kitzelt der See an der Uferkante. Am Nachmittag könnte er bei Wind auf die Uferpromenade schwappen.

12.05

Was Liechtenstein gerade erlebt, kündigte sich gestern Nacht in Graubünden an. Von Dienstagabend (22 Uhr) bis Mittwochmorgen (9 Uhr) gingen bei der Einsatzleitzentrale der Kantonspolizei Graubünden über 15 Meldungen zu Ereignissen mit Starkniederschlägen ein. Besonders betroffen waren die Regionen Mesolcina und Rheinwald. In Splügen wurde im Bereiche des oberen Bergbahnparkplatzes ein Auto vom ansteigenden Hüscherabach erfasst und in den Bach gerissen. Mit einem Kranfahrzeug konnten die beiden Insassen unverletzt, jedoch unterkühlt aus dem Fahrzeug geborgen werden. In Cama wurden zwei Familien und in Medels Bewohner eines Hauses sowie deren Tiere aus dem Stall vorsorglich evakuiert.

Starkregen

Die Autostrasse A13 sowie die Italienische Strasse H13 wurden bei Medels und bei Cabbiolo von Murgängen erfasst oder von den Wassermassen bedroht. Sowohl die A13 als auch die Italienische Strasse H13 und der Splügenpass mussten gesperrt werden. Die Einsatzkräfte haben mit Hochdruck die Aufräum- und Sicherungsarbeiten am Mittwochmorgen aufgenommen. Im übrigen Kantonsgebiet kam es zu Verkehrsbehinderungen oder Umleitungen. Informationen zur Befahrbarkeit der National- und Kantonsstrassen sind auf www.strassen.gr.ch ersichtlich.

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11.55

In Widnau lässt sich die Situation am Rhein per Webcam live mitverfolgen.

Webcam mit Widnau-Rheinblick

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11.45

Kenny Vogt von der Privaten Wetterstation Balzers entschuldigt sich bei den Schülern und Schülerinnen, die dank seiner Fehlprognose «durchtränkt» wurden. Ausserdem kündigt er für das obere Rheintal zwischen 13 bis 15 Uhr und im unteren Rheintal zwischen 15 bis Uhr den Höchstwasserstand an. «Heute gibt's ne neue Chance mit noch mehr Wasser!», schreibt er auf den sozialen Medien.

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11.32

Kein Wetterglück haben derzeit rund 500 Liechtensteiner Schülerinnen und Schüler, die sich auf der Rheinwiese in Schaan für den Olympic Day getroffen haben. Gemäss Beat Wachter, Geschäftsführer LOC, wurde die Veranstaltung aufgrund der Wetterlage nun abgebrochen und die Kinder nach Hause geschickt. Ausschlaggebend sei gewesen, dass neben dem starken Regen nun auch der Wind dazugekommen sei. Der Event werde nachgeholt, so Wachter.

Olympic Day abgebrochen: Die Schülerinnen und Schüler wurden nach Hause geschickt.

 

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11.25

Wie VOL.AT berichtet habe der Rhein aktuell bei Lustenau einen Stand von 1 200 Kubikmeter pro Sekunde erreicht. Der Pegel werde im Laufe des Vormittags noch steigen. Auch der Bodensee werde im Lauf des Tages steigen. Abseits des Rheins sei die Lage in Vorarlberg bei den anderen Fliessgewässern ruhig. Bereits am Dienstag führte der Rhein ein fünfjähriges Hochwasser mit Mengen von 1 700 Kubikmeter Wasser pro Sekunde, teilte Kurt Fischer, Lustenaus Bürgermeister, in den sozialen Netzwerken mit. Auch im Bodensee zeigten die anströmenden Wassermassen Wirkung: Am Mittwochmorgen lag der Pegel 31 Centimeter über dem mittleren Wasserstand für den 12. Juni.

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11.00 Uhr

Einwohner sind angehalten, die umliegenden Wege am Rhein zu meiden respektive den Rheindamm nicht zu verlassen. «Gewisse Abschnitte des Vordergrundwegs beim Rhein werden heute überflutet», sagt Emanuel Banzer, Leiter Amt für Bevölkerungsschutz, auf Anfrage. Im Verlauf des Nachmittags sollte der Regen aufhören, womit der Alpenrhein dann Höchstwasserstand erreichen wird – das Amt für Bevölkerungsschutz überwache die Situation. In den vergangenen 72 Stunden habe es Niederschläge von rund 60 Millimeter in Liechtenstein gegeben. Bei den Binnenkanälen und anderen Gewässern sieht Banzer keine Gefahr, was Überschwemmungen und Hangrutsche betreffe. (gk)

 

Die Naturgefahrenstelle des Bundes hat folgende Verhaltensempfehlungen während eines Hochwassers:

  • -nicht unnötig in Gefahr begeben, gefährdetes Gebiet sofort verlassen
  • -bei Überschwemmungsgefahr nicht in Keller oder Tiefgaragen gehen, mit dem Auto/Velo nicht über überflutete Strassen fahren
  • -Aufenthalt an Gewässern, die Hochwasser führen, vermeiden
  • -Radio hören und Anweisungen der Einsatzkräfte befolgen 

Die aktuelle Situation kann jederzeit auf  naturgefahren.ch  nachverfolgt werden. 

12. Jun 2019 / 10:57
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