• Triesenberg ist nun offiziell eines der schönsten Dörfer in der Schweiz und Liechtenstein: Eine Delegation des Vereins reiste zur Übergabe des Labels extra an.  (SVEN BEHAM)

Der Austausch steht im Vordergrund

Eine offizielle Delegation der Internationalen Föderation der schönsten Dörfer der Welt besuchte Triesenberg.
Triesenberg. 

Trotz Föhnsturm liessen es sich die Delegierten der Internationalen Föderation der schönsten Dörfer der Welt gestern nicht nehmen, Triesenberg näher unter die Lupe zu nehmen. Dabei konnte die Berggemeinde vor allem mit dem Ausblick ins Tal und ins angrenzende Ausland sowie mit der Walserkultur punkten. «Triesenberg hat mit den verschiedenen Weilern, Steg, Malbun, Masescha, Gaflei und beispielsweise dem Lamatrekking oder dem Walser-Sagen-Weg viel zu bieten. Es ist ein lohnenswerter Geheimtipp», sagte Kevin Quattropani, Präsident des Schweizer Vereins «Die schönsten Dörfer der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein».

Über 700 Dörfer aus elf Ländern

Den Zusatz «Fürstentum Liechtenstein» gibt es erst seit Oktober, als Triesenberg dem Schweizer Verein beigetreten ist. Der Verein setzt sich dafür ein, die Kleinode der Schweiz und Liechtensteins aufzuwerten und auf nationaler und internationaler Ebene bekannt zu machen. Den Schweizer Verein gibt es seit 2015 und er zählt inzwischen 38 Dörfer und Städtchen. Er ist Mitglied der Internationalen Föderation, welche Frankreich, Italien, Belgien, Spanien, Deutschland, Russland, Libanon, Japan, Kanada und die Schweiz vereint. Über 700 Dörfer sind vertreten. 

Der offiziellen Delegation gehörte gestern neben Vertretern der Schweizer Dörfer Lichtensteig, Bergün und Trogen auch der Präsident der Internationalen Föderation, Francisco Mestre, an. Bei einem ge­führten Rundgang im Dorfzentrum vermittelte Museums­leiter Leander Schädler den Gästen spannende Einblicke in die Geschichte der Berggemeinde. Beim anschliessenden Mittagessen, an dem auch Regierungschef-Stellvertreter Daniel Risch anwesend war, stand vor allem der Austausch im Vordergrund. Ein wichtiger Punkt des Vereins. «Alle Mitglieder haben wegen ihrer Kleinheit mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Läden verschwinden, Poststellen müssen schliessen.  Die Dorfpräsidenten können sich über solche Themen austauschen und voneinander profitieren», sagte Kevin Quattropani. Laut dem Triesenberger Vorsteher ist dies unter anderem auch ein Grund, weshalb die Walsergemeinde dem Verein beigetreten ist. «Ich konnte heute viele interessante Gespräche führen», sagte er.   (manu)

App zu den schönsten Dörfern
Die App «Beaux Villages Suisse» informiert über die schönsten Dörfer der Schweiz und Liechtensteins, ihre Geschichte, Sehenswürdigkeiten und den lokalen Handel. Auch Themenwege sind zu finden.


Nachgefragt
«Die Aussicht ist fantastisch»

Der Präsident der «Internationalen Föderation der schönsten Dörfer der Welt» Francisco Mestre verrät, was ihm an Triesenberg gefällt.
Was hat Sie an Triesenberg am meisten beeindruckt?

Francisco Mestre: Das Panorama. Als wir am Abend anreisten und von Sargans nach Malbun fuhren, war die Aussicht mit der Föhnstimmung und den vielen Lichtern im Tal einfach fantastisch. Aber auch die Kapelle im Steg ist mir ins Auge gestochen. Speziell an Triesenberg ist natürlich auch die Walserkultur, über die ich in einem Film mehr erfahren durfte.

Sind Sie das erste Mal in Liechtenstein?
Ja. Und ich bin stolz, dass nun auch ein Dorf aus diesem kleinen, teilweise unbekannten Land bei uns vertreten ist. Das wertet die Föderation auf, ist aber auch ein grosser Vorteil für Triesenberg, das dadurch mehr an Bekanntheit gewinnen kann.

Sie haben das Netzwerk der schönsten Dörfer in Spanien vor neun Jahren aufgebaut. Wie hat sich das ausgewirkt?
In Spanien war früher vor allem die Küstenregion bei den Touristen bekannt. Die Schönheiten, welche das Landesinnere zu bieten hat, waren vielen jedoch nicht bewusst. Als wir den Verein gründeten, hat sich das schnell geändert und der Erfolg war sichtlich. Dörfer des Vereins gehören mittlerweile zu den Top-drei-Destinationen von Spanien. Und ich bin überzeugt, dass das in anderen Ländern auch funktioniert.

Welches ist für Sie das schönste Dorf der Welt?
Das kann ich so nicht sagen. Aber darum geht es auch nicht. Unser Verband soll kein 
Wettbewerb sein. Sondern es geht darum, sich gegenseitig  zu unterstützen und sich über Erfahrungen und Probleme, welche ein kleines Dorf hat, auszutauschen. (manu)

20. Dez 2019 / 22:16
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