• Gerichtsgebäude in Vaduz
    Die beiden Angeklagten boten vor Gericht widersprüchliche Aussagen.  (Daniel Schwendener)

Versuchter Mord: Haftstrafe bleibt bei zwölf Jahren

Am Morgen musste sich ein 30-jähriger Mann erneut vor dem Kriminalgericht verantworten. Der offene Anklagepunkt lautete auf versuchten Mord. Das Gericht sprach ihn dahingehend schuldig.

Bereits im Dezember vergangenen Jahres ist das Urteil gefallen: Zwölf Jahre Haft wegen versuchten Mordes und schwerer Körperverletzung mit Dauerfolgen. Tragische Dauerfolgen: Die Frau, die im Juni 2018 von ihrem Mann derart verprügelt worden ist, hat schwerste Behinderungen davon getragen. Sie ist 24 Stunden lang auf Hilfe angewiesen, kann weder sprechen noch gehen. Zu verantworten hat dies ihr Ehemann. Er schlug so lange auf ihren Kopf ein, bis sie in einer Wiese im Schaaner Riet bewusstlos liegenblieb. Zwei Stunden lang stand ihr Mann daneben, ohne Hilfe zu holen. Schliesslich alarmierte eine Radfahrerin die Polizei.  Gegen das Urteil des Kriminalgerichts legte der Angeklagte Anfang Jahres Berufung ein. Schliesslich landete der Fall vor dem Obergericht, welches beschloss, dass sich das Erstgericht nochmals genauestens mit dem Fall auseinanderzusetzen hat. Dieser Aufgabe ist der Senat heute Morgen nachgegangen. «Für uns ist nach wie vor klar, dass der Angeklagte den Tod seiner Frau in Kauf genommen hat», sagte der Richter, nachdem sich der Senat beraten hatte. Somit hat das Kriminalgericht die zwölfjährige Haftstrafe bestätigt. Es kann allerdings erneut angefochten werden, womit das Urteil noch nicht rechtskräftig ist. (bfs)

11. Sep 2019 / 11:19
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