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#näherdran Buchs

Leben am Campus soll pulsieren

Vor zehn Jahren initiierte der Stadtrat die Vision des Campus Buchs. Marco Thoma, Projektleiter und Leiter Berufs- und Weiterbildungszentrum Buchs, über am Campus angesiedelte Institutionen und Unternehmen, den Wert von Vernetzung und die Bedeutung des Campus für die Stadt Buchs.
Dunja Goop
Dunja Goop
Imposante Ausmasse. Das Areal des Campus Buchs von oben gesehen (Bild: zvg)
Marco Thoma ist Projektleiter und Leiter Berufs- und Weiterbildungszentrum Buchs. (Bild: zvg)

Herr Thoma, was genau ist der Campus Buchs?
Marco Thoma: Der Campus Buchs soll Bildung, Forschung, Innovation und Wirtschaft erlebbar machen sowie Menschen vernetzen. Im Herzen des Campus-Areals wird ein Motel mit öffentlichem Restaurant entstehen. Hier treffen sich Berufsschülerinnen und Berufsschüler, Studierende, Fachleute, Dozierende und Gäste.

Welches Gebiet umfasst der Campus Buchs?
Das Gebiet wird in der Grössenordnung das heutige Areal der Fachhochschule OST, des Berufs- und Weiterbildungszentrum Buchs (bzb), dem Innovations- und Industriegebiet Fegeren und der International School Rheintal (ISR) umfassen. Genau definiert ist das Campus-Areal noch nicht. Das Projekt ist in Entwicklung und Bedarf vieler Absprachen, da völlig unterschiedliche Kulturen aufeinandertreffen. Genau dies ist das Spannende. Wir alle können durch die Vernetzung voneinander lernen. 

Welche Institutionen und Unternehmen sind am Campus Buchs untergebracht?
Der Campus Buchs vereint bestehende, bekannte Marken. Dazu gehören derzeit das bzb, die Fachhochschule OST, das Zentrum für Präzisionsindustrie Alpenrheintal, RhySearch, der Innovationspark Ost und die ISR. Wir sind aber auch offen für weitere Hightechunternehmen und Partner, die sich im Gebiet Fegern in den nächsten Jahren ansiedeln werden. 

Welche Synergien entstehen durch das Projekt?
Künftig sollen sich die verschiedenen Institutionen nicht mehr isoliert betrachten. Es soll ein Austausch stattfinden. Was die Infrastruktur und Technik betrifft, aber sicher auch was das Zwischenmenschliche angeht. Das Leben am Campus soll pulsieren. Im Herzen des Areals – im Bereich des Campus-Platzes - nicht nur während der Arbeitszeit, sondern auch am Feierabend und am Wochenende. 

Wie hat sich der Campus Buchs entwickelt?
Die Vision initiierte der Stadtrat Buchs vor über zehn Jahren. Die Stadt Buchs hat diese in ihrem Masterplan aufgenommen und die Vorarbeiten und Vorinvestitionen entsprechend getroffen. Dadurch wurden die Entwicklung und die Investition von privaten Unternehmen und Organisationen erst möglich. Durch das geplante Campus-Motel wurde die Vision «Campus Buchs» konkreter und es bildete sich eine Arbeitsgruppe, welche sich der Entwicklung und Positionierung angenommen hat. Momentan stehen wir noch Mitten im Prozess. Der Campus wächst aber bereits an verschiedenen Stellen.

Warum eignet sich gerade Buchs als Standort?
Weil hier die verschiedenen, bereits erwähnten Institutionen traditionell verankert sind und einen guten Ruf geniessen. Hinzu kommt die hervorragende Lage im Dreiländereck Schweiz-Fürstentum-Liechtenstein-Österreich. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Verkehrsanschlüsse für den Individualverkehr wie auch für den öffentlichen Verkehr sehr gut sind. Buchs hat zudem noch Baulandreserven, auf dem innovative und wertschöpfungsintensive Unternehmen angesiedelt werden können. Einen besseren Standort als Buchs gibt es für ein solches Projekt aktuell nicht. 

Welche Vorteile bieten sich durch den Campus Buchs für die Stadt Buchs?
Die Stadt Buchs gewinnt weiter an Bedeutung als Bildungs-, Forschungs- und Wirtschaftsstandort. Davon wird die ganze Region profitieren. Ich bin überzeugt, dass der Campusgedanke auf Fachkräfte wie auch auf Studierende anziehend wirkt. 

Wie hoch ist die Summe, die bereits in den Campus Buchs investiert worden ist und die noch investiert werden soll? 
Wenn wir «nur» vom bislang administrativen Vernetzungsprojekt sprechen, sind es ein paar tausend Franken für Workshops, den Internetauftritt, die Öffentlichkeitsarbeit und viel Engagement der Arbeitsgruppe. Das Schöne am Ganzen ist, dass jede Partei für sich den Wert des Campus Buchs erkennt, daran glaubt, investiert oder plant zu investieren. Allein die International School investiert bekanntlich 30 Millionen Franken. Beim Campus-Motel wird voraussichtlich ein Betrag im zweistelligen Millionenbereich investiert und in das neue Geschäftshaus im Gebiet Fegeren wurden weitere 30 Millionen Franken investiert. Die Rahmenbedingungen für diese positive Entwicklung hat die Stadt Buchs durch ihre Vorarbeiten geschaffen. Zudem hat die Bürgerschaft von Buchs einen Investitionskredit von 1,5 Millionen Franken für die Umgestaltung der Hanflandstrasse gesprochen. 

 

Laufende und künftige Projekte

Aktuell laufen verschiedene Bauprojekte – etwa das Geschäftshaus, in welches die Firma Brusa Elektronik AG einziehen wird. Der Bau wird durch einen privaten Investor finanziert. Weiter baut die ISR einen Schulhaus-Neubau samt Turnhalle. Die NTB-Studienstiftung konkretisiert das Motel-Projekt. Weiter ist beschlossene Sache, dass Buchs zum Co-Standort des Innovationspark Ost wird. 

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