•  (Mathis Fotografie/zvg)

«Von Feldkirch für Feldkirch»

Als Monika Wagner die Projektleitung von «Feldkirch 800» übernahm, war klar: Wo Feldkirch drauf steht, sollte auch Feldkirch drin sein. Dass sich so viele Menschen an den Feierlichkeiten beteiligen würden, ahnte sie nicht.

800 Jahre – ein grosses Jubiläum einer geschichtsträchtigen Stadt und eine grosse Herausforderung. Aber wie begeht man ein solches Jubiläum? Dieser Aufgabe stellte sich im Frühjahr 2016 Monika Wagner. Rund eineinhalb Jahre hat die Projektleiterin das Jubiläumsjahr der Stadt Feldkirch vorbereitet. «Es war und ist eine unglaublich spannende und interessante Zeit für mich», freut sie sich.

Klar war für sie von Anfang an: Wo Feldkirch drauf steht, sollte auch Feldkirch drin sein. «Ich habe in den ersten Wochen und Monaten viele Gespräche geführt. Nicht nur mit der Stadtverwaltung selbst, sondern auch mit vielen Institutionen, Vereinen und Kunst- und Kulturschaffenden», erzählt Monika Wagner. Jeder wollte sich einbringen und etwas zum Jubiläum beisteuern. Und so ist ein buntes und vielfältiges Programm entstanden, das sich über das ganze Jahr verteilt. 

Ein Jahr voller Feste 
«Ein erstes Highlight des Jubiläumsjahres waren die Montforter Zwischentöne im Februar.» Das ist eine Veranstaltungsreihe, die an mehreren Wochenenden im Jahr stattfindet und sich einem Hauptthema widmet. In diesem Jahr ist das selbstverständlich «Feldkirch 800». Die Beiträge thematisieren die Stadt als Ort der Kindheit, der Geborgenheit, aber auch als Raum für Entwicklung. Die nächsten Veranstaltungen der Reihe finden vom 27. bis 30. Juni statt  und widmen sich dem Thema «Begehren – Über das Verlangen».

Weitere Höhepunkte des Jahres sind zum Beispiel das Montfortspektakel, das vergangenes Wochenende die Besucher der Stadt auf eine Zeitreise ins mittelalterliche Feldkirch mitnahm, oder das Weinfest Anfang Juli, das anlässlich des Jubiläums ebenfalls einige Überraschungen bereithält. «Das werden intensive Tage, denn neben dem Weinfest startet am selben Wochenende die 70. Österreichische Radrundfahrt in Feldkirch und gleichzeitig beginnt das poolbar-Festival, das übrigens in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum feiert», erzählt die Projektleiterin. 

Den Höhepunkt erreichen die Feierlichkeiten im Herbst. Vom 21. September bis zum 7. Oktober stehen nämlich gleich drei Wochenenden ganz im Zeichen des Jubiläumsjahres. Den Start macht am 21. September das Feldkircher Rathaus, das zum Tag der offenen Tür einlädt. An den beiden darauffolgenden Tagen findet zum fünften Mal die Vereinsmesse statt. «Über 100 Vereine und Organisationen werde in diesem Jahr dabei sein», verrät Monika Wagner. 

Am darauffolgenden Wochenende lädt das Festzelt im Reichenfeld bis zum Morgengrauen zum Feiern ein. Und eine Woche später wird Feldkirch vom neu gegründeten Verein «Lichtstadt» er- und vor allem beleuchtet. 
Aber nicht nur grosse Festlichkeiten finden im Jubiläumsjahr statt. Daneben gibt es fast täglich kleinere Events, die von den vielen Vereinen, Institutionen und Kunst- und Kulturschaffenden organisiert werden.  «Jedes Fest, jede Ausstellung, jeder Anlass hat einen Bezug zum Jubiläum», freut sich Monika Wagner. Auch eine Kooperation mit dem Kunstmuseum Liechtenstein gibt es. «Dort werden Mitte Oktober Stücke aus der Sammlung Feldkirch zu bestaunen sein.» 

Ein Blick zurück, aber auch nach vorn
Neben den vielen Veranstaltungen wird das Jubiläumsjahr vor allem durch die Ausstellung «Von Hugo bis dato» im Palais Liechtenstein umrahmt. Dabei handelt es sich allerdings um keine klassische historische Ausstellung, wie man sie zum Beispiel von historischen Museen her kennt, wie Monika Wagner erklärt. «Die Ausstellung erzählt viel mehr die Geschichte der Stadt in vielen kleinen Geschichten. Im Mittelpunkt steht dabei immer der Mensch.» Die Ausstellung kann noch bis zum 25. November besucht werden. 

Ergänzend zur Jubiläumsausstellung ist eine mehrbändige Sammlung zur Geschichte der Stadt Feldkirch herausgegeben worden. Die Historiker widmeten sich dabei neben der Entwicklungsgeschichte der Stadt auch den Themen Kunst und Kultur, Wirtschaft, Musik sowie der Kirchen-, Gerichts- und Kulturgeschichte. Und auch dem literarischen Feldkirch ist ein Band gewidmet.

«Wir haben uns aber nicht nur mit der Vergangenheit auseinandergesetzt», betont die Projektleiterin. Die Organisatoren haben sich nämlich auch mit der Gegenwart und der Zukunft der Stadt beschäftigt. Das spiegelt sich vor allem im Designkonzept wieder, in dem vor allem die vielen Glückwünsche herausstechen. «Wir wollten uns mit den Glückwünschen besondere Slogans für die Stadt überlegen.» Diese ziehen sich wie ein roter Faden durch sämtliche Publikationen und Veranstaltungen und wurden von vielen der Projektpartner aufgenommen. «Bleib offen», «Bleib lebendig» und «Bleib so, wie du bist» sind nur einige davon. «Das zeigt einmal mehr, wie verbunden die Feldkircher und Vorarlberger mit der Stadt sind», freut sich Monika Wagner. «Das ist etwas, das Feldkirch auch für mich zu einer ganz besonderen Stadt macht.» (sms)

10. Jun 2018 / 00:00
Geteilt: x
KOMMENTARE

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar)
Lesertrend
Meistgelesen
17. Oktober 2018 / 16:58
17. Oktober 2018 / 14:13
17. Oktober 2018 / 18:23
18. September 2018 / 14:55
Aktuell
17. Oktober 2018 / 18:23
17. Oktober 2018 / 16:58
17. Oktober 2018 / 14:13
17. Oktober 2018 / 10:53
UMFRAGE DER WOCHE
Lade TED
Ted wird geladen, bitte warten...
Wettbewerb
hierbeimir_Logo_basic
Zu gewinnen HBM-Gutschein im Wert von 20 Franken
24.09.2018
Facebook
Top