«Es geht nicht um materielle Dinge – das finde ich unterstützenswert»

Als Kinderarzt und Kinderonkologe erlebt Dr. Heinz Hengartner das Wirken der Stiftung Kinderhilfe Sternschnuppe hautnah mit. Als Beirat der Stiftung setzt er sich ausserdem aktiv für die Stiftung ein. «Sie machen die Quadratur des Kreises, um Wünsche zu erfüllen», bewundert er die «Wunschfeen».

In diesem Jahr sammelt die «Liewo» mit ihrer traditionellen Weihnachts-Spende für die Stiftung Kinderhilfe Sternschnuppe. Diese hat sich ganz den Herzenswünschen von Kindern verschrieben, die mit einer Krankheit, Behinderung oder einer schweren Verletzung leben, wie zum Beispiel die 14-jährige Sara Willi aus Grabs, die gegen ihre Krebserkrankung kämpft. Wie wertvoll und nachhaltig die Arbeit der Stiftung ist, weiss auch Kinderarzt und Kinderonkologe Dr. Heinz Hengartner. Er arbeitet seit 14 Jahren im Kinderspital St. Gallen und kennt die Stiftung Kinderhilfe Sternschnuppe selbstverständlich. «Die Wünsche sind auch bei der Visite ein Thema», erzählt er. Wenn die Kinder hören, dass ihr Herzenswunsch erfüllt wird, ist die Freude gross. «Es geht ihnen deswegen gesundheitlich nicht besser, aber für sie ist es ein Highlight und das Glücksgefühl, das sie empfinden, macht die Therapien erträglicher», sagt der Arzt und erinnert sich an ein Mädchen, das die Sängerin Katy Perry treffen durfte. «Als klar wurde, dass die Sternschnuppe den Wunsch erfüllen kann, war sie völlig aus dem Häuschen.»

Auch Sara Willi aus Grabs hat Heinz Hengartner behandelt. Sie ist dem Arzt besonders in Erinnerung geblieben. «Ich habe sie als ein aufgestelltes und fröhliches Mädchen erlebt, das nicht gross mit ihrem Schicksal gehadert hat», erzählt er. Dass die 14-Jährige ein begeisterter Fan von Harry Potter ist, habe er erst später erfahren. «Ich habe mitbekommen, dass sie viel liest, aber nicht genau, was.»

Als Beirat der Stiftung im Einsatz
Seit rund drei Jahren ist der Kinderonkologe auch als Beirat der Stiftung Kinderhilfe Sternschnuppe tätig. «Als ich angefragt wurde, ob ich das Amt übernehmen möchte, habe ich mich sehr gefreut und sofort zugesagt.» Als Beirat ist er ein Botschafter der Stiftung. «Ich unterstütze die Sternschnuppe sozusagen vor Ort», erklärt er. Überzeugt habe ihn vor allem das Prinzip der Organisation, wie er erklärt. «Ich finde es schön, dass sie nur erlebnisorientiert arbeiten. Es geht nicht um materielle Dinge. Das finde ich unterstützenswert.» Er weiss, dass nicht alle Familien in der glücklichen Lage sind, ihren Kindern ihre Wünsche zu erfüllen. Vor allem nicht, wenn das Kind krank, verletzt oder behindert ist. «Die Erlebnisse, welche die Stiftung diesen Familien ermöglicht, wirken noch lange nach.»

Dass nicht immer alles rosarot ist, weiss der Kinderonkologe aus Erfahrung. Doch davor scheut sich die Stiftung Kinderhilfe Sternschnuppe nicht. «Sie erfüllt auch Wünsche, bei denen uns bewusst ist, dass es einer der letzten im Leben dieser Kinder ist. Also von Kindern, die in einem Jahr vielleicht nicht mehr unter uns sind», erklärt Heinz Hengartner. Und selbst wenn der Herzenswunsch noch so unmöglich erscheinen mag, schaffen es die «Wunsch­feen» der Stiftung immer wieder, diesen zu realisieren. «Sie machen die Quadratur des Kreises, um die Wünsche zu erfüllen. Wenn man sieht, was sie alles bewirken können, weiss man: Da ist das Geld am richtigen Ort.» (sms)

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18. Dez 2018 / 11:01
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