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    Die Finnen sind die glücklichsten Menschen der Welt.  (07_av)

Das Glück wohnt im Norden

Bereits zum zweiten Mal in Folge liegt Finnland beim Weltglücksbericht an der Spitze – gefolgt von weiteren nordischen Ländern wie Dänemark, Norwegen und Island. Die Schweiz hat es auf den sechsten Rang geschafft.

An den Finnen haftet das Klischee, dass sie schweigsam und schwermütig sind. Und trotzdem sind sie gemäss der Auswertung des Weltglücksberichts (World-Happiness-Report) die glücklichsten Menschen der Welt. Auch über die Schweizer sagt man, dass sie eher unzufrieden seien. Anscheinend scheint dies nicht zu stimmen, da sich die Schweiz den sechsten Platz nach einigen nordischen Ländern sichert. Der Bericht von 2019 legte den Schwerpunkt auf das «Glück in der Gemeinschaft» und wie soziale Medien, die Technologie, soziale Normen, Konflikte und die Regierungspolitik das Glück des einzelnen beeinflussen. «Wie Gemeinschaften in Schulen, am Arbeitsplatz, in Stadtteilen oder in sozialen Medien miteinander agieren, hat tiefgreifende Auswirkungen auf das Glück der Welt», meint John Helliwell, Mitherausgeber des Berichts. Anhand der aktuellen Ergebnisse stellte er fest, dass die globalen Glückswerte insgesamt gefallen seien.

Bescheiden und ohne Vergleich

Der Report basiert auf Umfragen des US-amerikanischen Markt- und Meinungsforschungsinstituts Gallup in einem Zeitraum von drei Jahren  und vergleicht 156 Länder miteinander. Anhand einer Skala wurden die Bürger befragt, wie glücklich sie ­sich fühlen. Zudem wurde das Bruttoinlandprodukt pro Kopf, die Lebenserwartung und Korruption in Regierung und Wirtschaft  in der Bewertung berücksichtigt. 

Eine Sozialpsychologin an der Universität Helsinki hat veröffentlichte Beiträge unter dem Hashtag «glücklich» in den sozialen Medien in Finnland unter die Lupe genommen. Ihr Ergebnis zeigte, dass vor allem Bilder mit Freunden und Familie, Haustieren, Eindrücke aus der Freizeit und der Natur die Menschen unter diesem Hashtag mit dem Glücklichsein verbinden. Und doch bleiben die Finnen mit solchen ­Beiträgen bescheiden, schliesslich gehöre es sich gemäss der Sozialpsychologin nicht, anzugeben oder sich mit anderen zu vergleichen. Denn soziale Vergleiche würden in wissenschaftlicher Hinsicht in Verbindung mit Angst und Unglücklichsein stehen. Am besten sind die Finnen mit dem Wort «Beharrlichkeit» zu beschreiben, mit der sie das raue Klima meistern. Das finnische Glück fusst auf sozialer Sicherheit und den Möglichkeiten, sich selbst neu zu erfinden. 

Die Lebenserwartung variiert

Die Schweiz verlor dieses Jahr im Ranking einen Rang. Cost Rica befindet sich auf Platz 12, was mit dem hohen Wert der sozialen Kontakte zu erklären ist. Auch Mexico, Chile und Guatemala befinden sich unter den ersten 30 Ländern von insgesamt 156. Auf den hintersten Plätzen sind Afghanistan, die Zentralafrikanische Republik und der Südsudan aufgeführt. Die dortige Lebenserwartung ist gering – nämlich zweimal weniger als in den ersten zehn Ländern des Rankings, wie die Autoren unter anderem feststellten. Weiter beobachteten sie, dass die Ergebnisse der ersten 20 Länder so nahe beieinander liegen, dass keine signifikanten Unterschiede genannt werden können. (ms)

09. Jun 2019 / 00:00
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