• Quick nap before I get back to work
    Die Fünf-Tage-Arbeitswoche bringt den Körper ganz durcheinander.  (PeopleImages)

Ausgeschlafen in den Tag starten

Wie viel Schlaf ein Mensch benötigt, um am nächsten Tag fit und munter zu sein, ist individuell. Ein regelmässiger Rhythmus hilft beim Einschlafen und bei der Erholung.

Es gibt diejenigen Menschen, die kommen mit fünf Stunden Schlaf ganz gut zurecht. Dann gibt es solche, die benötigen ihre acht Stunden, um am nächsten Tag fit zu sein. Das ist etwa der Zeitraum an Schlaf, den Allgemeinmediziner Andreas Walch aus Triesen empfiehlt, wobei es Ausnahmen gibt. «Das ist bei jedem Mensch etwas anders und individuell – hängt auch mit den Genen und dem Alter zusammen», betont er. Während des Älterwerdens kann sich die Schlafdauer verändern. Jeder muss für sich selbst herausfinden, wie viel Schlaf er zur vollständigen Erholung über Nacht braucht. «Reicht die Schlafdauer aus, spürt man das daran, wie frisch man durch den Tag geht», informiert Andreas Walch. Das wäre dann der Fall, wenn man sich ausgeschlafen fühlt. Wissenschaftlich belegte Zahlen darüber, wie viel Schlaf ein Mensch im Schnitt pro Nacht benötigt, gibt es keine. Allgemein ist über den Schlaf im Verhältnis sehr wenig bekannt und erforscht.

Beschwerden treten ein

Heutzutage klagen so manche Menschen über Schlafmangel und Müdigkeit während des Tages. Schlafmangel wird immer öfters zum Problem in der Gesellschaft. Über einen kurzen Zeitraum betrachtet, ist dies für den Körper nicht weiter schlimm. Geschieht dies jedoch über einen langen Zeitraum, können laut Andreas Walch psychische sowie körperliche Beschwerden eintreten. «Die Gefahr von Burnout und depressiver Stimmung kann aufkommen. Körperlich kann dies den Bluthochdruck begünstigen sowie die Anfälligkeit für Infekte. Vieles kommt im Körper durcheinander», beschreibt er die Konsequenzen. Falls Probleme beim Einschlafen auftauchen, empfiehlt der Allgemeinmediziner, erst auf natürliche Mittel zurückzugreifen, anstatt gleich Medikamente einzunehmen (nur im äussersten Notfall und über einen kurzen Zeitraum). «Den Körper ermüden, das Licht ausschalten oder Abendrituale einführen, um herunterzufahren, helfen. Es sind Kleinigkeiten», empfiehlt er. Zudem darf auf keinen Fall, falls man nachts aufwacht, auf die Uhr geschaut werden, wie spät es ist. «Dann ärgert man sich und schläft gar nicht mehr ein, das Gehirn und die Psyche merken das.» Weiter meint er, solle man immer etwa zur selben Zeit ins Bett gehen. «Der Körper mag die Regelmässigkeit, das betrifft auch die Zeit morgens beim Aufstehen.» Vor allem sollte man mit sich im Reinen sein und sorglos zu Bett gehen, dann würde man gut einschlafen können.

Auch gäb es Menschen, die sehr viel schlafen würden, jedoch ist es nicht erwiesen, dass dies ungesund wäre. «Das muss man individuell betrachten. Grundsätzlich ist es nicht alarmierend, wenn keine zusätzlichen Faktoren hinzukommen», meint Andreas Walch. Denn falls die betroffene Person beispielsweise nicht mehr nach draussen gehe und permanent im Bett liege, könne auch eine Depression im Spiel sein. «Wenn die Person ansonsten frisch und munter ist, ist alles in Ordnung.»

Sich einen Rhythmus geben

Ein weiterer spannender Aspekt, den Andreas Walch während seinen Erläuterungen ausführt, ist, dass die Arbeit unter der Woche und die freien Wochenenden den Rhythmus des Körpers durcheinanderbringen. Das sei für ihn auch schwierig, zu verarbeiten, denn die Routine, die der Körper brauchen würde, käme durcheinander. «Fünf Tage lang strengt man sich während der Arbeit an und dann hat man zwei Tage frei und entspannt.» Früher habe man auf dem Bauernhof täglich dieselben Aufgaben erledigt. «Die waren auch streng, aber regelmässig mit einem Rhythmus. Zudem war man früher nicht so sehr in Eile wie heute, das musste man auch nicht.» Sobald man aber seinem Körper einen Rhythmus geben möchte, brauche es seine Zeit. «Dabei muss man etwas Geduld haben, denn es dauert, bis sich der Körper daran gewöhnt hat und alles wieder eingependelt ist.» (ms)

16. Dez 2018 / 00:00
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