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Wir dürfen jetzt nicht lockerlassen

Mehr als bisher ist jetzt Disziplin gefordert.

Ab Montag treten die ersten Lockerungen der wegen des Coronavirus getroffenen Massnahmen in Kraft. Zur Freude und Erleichterung vieler. Doch auch zur Besorgnis manch anderer. Denn wer denkt, das sei ein erster Schritt zurück zur Normalität, irrt. 

Normal ist noch lange nichts. Denn noch ist die Gefahr nicht gebannt. Wir können nicht einmal sagen, dass wir das Schlimmste schon hinter uns haben. Denn eine Pandemie wie diese hat es noch nie gegeben. Wir können keine Vergleiche anstellen. Wir können die Entwicklung nur beobachten, Berechnungen und Mutmassungen anstellen – und auf das, was da kommen mag, bestmöglich reagieren.

Wir dürfen uns nicht von den sinkenden Ansteckungszahlen in falscher Sicherheit wiegen lassen. Wenn wir die noch immer geltenden Hygienemassnahmen und das Social Distancing schleifen lassen, weil wir übermütig werden, droht uns eine zweite vielleicht schlimmere Corona-Welle. Eine, die wir vielleicht nicht mehr so gut in den Griff bekommen.

Ja, das Ganze ist nervig und unlustig – total sogar. Alleinstehende kämpfen mit der Einsamkeit, berufstätige Eltern versuchen den Spagat zwischen Kindererziehung, Homeschooling und Homeoffice, und viele sind – seien wir ehrlich – schon nach kurzer Zeit einfach nur grantig, weil ihr Alltag jetzt mal ein bisschen anders ausschaut. 

Und dann gibt es da die andern. Die Ärzte und das Pflegepersonal, das sich in Schutzanzüge zwängt, 16-Stunden-Schichten leistet, das eigene Umfeld meidet und um Menschenleben kämpft. Da sind die Selbstständigen, die KMUs, die berechtigte Existenzängste haben, und die Arbeitslosen, die ihre Miete nicht bezahlen können. Da sind die Risikogruppen, die um ihr Leben fürchten und sich sozial abschotten. Und dann sind da die Patienten, die sich das Virus eingefangen haben, die kaum mehr Luft bekommen und das Gefühl haben, zu ersticken – die sich davor fürchten, zu sterben. Jetzt.

Gerade für jene, die eigentlich nur aus Bequemlichkeit jammern, ist die aktuelle Situation keine so schlimme, dass man die Nerven verlieren muss und sicher keine, die man nicht durchstehen kann. Dafür braucht’s nur etwas Disziplin. Ein bisschen davon haben wir sicher noch. Also: Ziehen wir’s durch. Wir schaffen das!

25. Apr 2020 / 20:03
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