• Fastenzeit
    Die Fastenzeit ist angebrochen.  (Petermeir)

Alles dreht sich um das Verzichten

Nach der Fasnacht beginnt für viele die Fastenzeit. Vom 6. März bis zum 18. April heisst es verzichten.
Vaduz. 

Gemäss dem christlichen Glauben bereitet man sich mit Beten und Fasten auf das Hochfest Ostern vor. In der Religion gibt es verschiedene Fastenzeiten, auch legt jede diese etwas anders aus: In den reformatorischen Kirchen ist der Begriff «Passionszeit» gebräuchlich. In der römisch-katholischen Kirche wird seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil auch die Bezeichnung «österliche Busszeit» verwendet und die orthodoxen Kirchen nennen sie die heilige und grosse Fastenzeit.

Verzicht auf Alkohol, Süsses, Fleisch oder Kohlenhydrate sind nebst Kuren einige der ehrgeizigen Ziele für diese 44 Tage. Digital Detox, Plastikfasten oder Minimalismus sind neue Trends des Verzichts, die einen Gegenpol zur heutigen Verbrauchergesellschaft bieten. Teilweise hat es nicht mehr viel mit der traditionellen Fastenzeit zu tun, trotzdem bedeutet es einen Verzicht auf etwas, das für uns im Alltag als unabdingbar erscheint.

Vielleicht ändern diese Tage des einen oder anderen Grundeinstellung. Die Einsicht, wie überflüssig etwas erscheinen kann, sobald man es nicht mehr zur Verfügung hat. Was machen Besitz und Konsum aus? Was tut uns wirklich gut? Wenn auf bestimmte Gewohnheiten oder Nahrungsmittel verzichtet wird, kommen vielleicht  positive Überraschungen zum Vorschein. Vielleicht entdeckt man ganz neue Möglichkeiten?

Doch so rasch während des Verzichts ein Licht aufgeht, so schnell fällt man ins alte Muster zurück. Rasch sind die Erkenntnisse vergessen. Endlich darf man wieder … Die Gewohnheit kehrt, wie der Alltag nach den Ferien, schnell zurück. Die guten Vorsätze sind verflogen. Wozu macht man es dann überhaupt? Um den Körper zu entgiften, etwas für die Figur zu tun, um abzunehmen, sich in Selbstdisziplin zu üben und, und, und …

Einige ändern danach vielleicht wirklich etwas, entweder im bewussteren Umgang mit dem Konsum oder im Verzicht auf ungesunde Lebensmittel – man wird sich des Lebens bewusster. Man realisiert, dass es fast unmöglich ist, ohne gewisse Gegenstände oder Materialien auszukommen. (ms)

09. Mär 2019 / 21:11
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