LGT will in Vaduz massiv ausbauen

Die grösste liechtensteinische Bank wird ihren Hauptsitz massiv ausbauen. Zwei neue Gebäude sollen entstehen, rund 330 Arbeitsplätze kommen im Zentrum von Vaduz dazu. Dazu müssen andere Häuser weichen.

Seit Jahren liefert die LGT enorme Wachstumszahlen. Die verwalteten Vermögen stiegen zuletzt ebenso wie die Gewinne. Doch nicht nur so wichtige Kennzahlen gehen in die Höhe, sondern auch der Personalbestand. Allein 2017 wuchs die Bank organisch um 240 Mitarbeiter, aktuellere Zahlen werden dann in zwei Wochen präsentiert. Nun stösst die Bank auch in Liechtenstein an die Grenzen ihrer Kapazität, der vorhandene Platz reicht nicht mehr aus. Deshalb hat sie kürzlich einen Architekturwettbewerb ausgeschrieben, um den Hauptsitz in Vaduz zu erweitern. Gesucht werden «herausragende Beiträge im Nachhaltigen Bauen», heisst es im Projektbeschrieb. In zwei Etappen sollen zwei Gebäude dazukommen, welche für insgesamt 330 Personen Arbeitsplätze beinhalten sollen. Wie viel Geld die LGT hier investieren wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch offen. «Der nächste Schritt wird der Architekturwettbewerb sein», erklärt Ivo Marty, Head Group Facility Management der LGT. «Für einigermassen gesicherte Aussagen zum Kostenrahmen ist es noch viel zu früh.»

Metzgerei ist auch betroffen
Das erste Gebäude soll 210 Arbeitsplätze und rund 140 Tiefgaragenparkplätze beinhalten. Es entsteht südlich des aktuellen Hauptgebäudes, von der Herrengasse aus gesehen hinter den Gebäuden der Greber AG, des Gasthaus Adler sowie des Coiffeurs am Kreisel. Der längliche Bau wird bis zur Strasse Altenbach vorgezogen. Das bedeutet, dass die bestehenden Gebäude weichen müssen. Davon betroffen ist unter anderem die Metzgerei Metz sowie die Käsestube. In einer zweiten Etappe könnte dann ein etwas kleineres Gebäude an der  Egertastrasse entstehen, welches nochmal 120 Arbeitsplätze mit 120 Tiefgaragenparkplätzen beheimaten soll. «Ob wir Etappe 2 überhaupt umsetzen werden, steht noch nicht fest», erklärt Marty weiter. Entscheidend werde sein, wie sich der Platzbedarf bei der LGT in den nächsten Jahre entwickle.
Ein genauer Zeitplan steht im Übrigen noch nicht fest. «In den nächsten Wochen wird zunächst der Übertrag ins Grundbuch vonstattengehen, der uns die Baurechtsnutzung gewährt», so Marty. Der Abbruch der bestehenden Gebäude werde frühstens 2020 ein Thema sein, «allenfalls auch erst 2021.» Das hänge zum einen vom Architekturwettbewerb ab, den man letzte Woche ausgeschrieben hatte, zum anderen seien allenfalls Anpassungen beim Überbauungsplan notwendig.

«Drittes Büro macht keinen Sinn»
Die Neubauten führt die LGT, wie eingangs beschrieben, auf das starke Wachstum der vergangenen Jahre zurück. Das internationale Wachstum führe auch zu einem Stellenaufbau am Hauptsitz in Liechtenstein, wo zahlreiche Einheiten wie IT, Handel oder Compliance sitzen, die wiederum Dienstleistungen für die weltweiten Standorte erbringen. «Neben Vaduz und Bendern an einem dritten Standort in Liechtenstein Büros zu schaffen, würde keinen Sinn machen», erklärt Marty. «Deshalb haben wir uns dazu entschieden, in unmittelbarer Nähe unserer bestehenden Standorte nach Erweiterungsmöglichkeiten zu suchen.»  (ags)

01. Mär 2019 / 18:27
Geteilt: x
1 KOMMENTAR
Das Bild ist verwirrend
Das Bild verwirrt es steht auf dem Kopf
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 02.03.2019 Antworten Melden

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar)
Lesertrend
Meistkommentiert
19. März 2019 / 16:41
01. März 2019 / 18:27
12. März 2019 / 21:08
Aktuell
25. März 2019 / 00:14
24. März 2019 / 23:10
24. März 2019 / 22:05
24. März 2019 / 20:07
24. März 2019 / 16:48
UMFRAGE DER WOCHE
Lade TED
Ted wird geladen, bitte warten...
Wettbewerb
Fussball Challenge-League: FC Vaduz - FC Winterthur
Zu gewinnen 3 x 2 Karten für das Spiel gegen FC Rapperswil-Jona am Samstag, 28. März um 18 Uhr
08.03.2019
Facebook
Top