Erster Escape-Room der Region öffnet

Escape-Rooms und «Exit»-Spiele boomen. Vier Jungunternehmer werden in Buchs den ersten Escape-Room der Region eröffnen.

Entführte Flugzeuge, gesunkene U-Boote und Atomkraftwerke kurz vor dem Super-GAU sind Stoff für einen Alptraum. Doch immer mehr Menschen sind bereit, für solche fiktive Abenteuer Geld zu bezahlen. Die Rede ist von Escape-Rooms, was übersetzt so viel bedeutet wie «Fluchtraum».

Wer sich darin einschliessen lässt, sucht den Adrenalinkick. Er muss versteckte Hinweise aufspüren, Rätsel lösen, Passwörter knacken und dadurch den Schlüssel für den Ausgang finden – in der Regel bleiben dafür nicht mehr als 60 Minuten Zeit.

Genauso wird es auch im Escape-Room in Buchs sein, den vier Jungunternehmer eröffnen wollen. Dahinter stehen Benjamin Koller und seine Liechtensteiner Ehefrau Melanie sowie Ralph und Ilgin Rüdisühli. 

Die vier Freunde aus dem Rheintal und Liechtenstein haben im vergangenen Jahr zusammen einen Ausflug nach Bern gemacht und haben dort zum ersten Mal selbst in einem Escape-Room Rätsel gelöst. «Auf der Rückfahrt haben wir darüber gesprochen, dass es solche Spiele auch in der Region geben sollte», erklärt Koller.

Er selbst hat Elektrotechnik studiert, Ralph Maschinenbau und Ilgin ist Buchhalterin. Das bildete die perfekte Grundlage, um ein Unternehmen zu gründen. Zuerst wollten sie «nur» einen Verein gründen, doch die Finanzierung wäre schwierig geworden ohne Kooperationspartner. 

Spiel dreht sich um einen entgleisten Zug
Um die Miete der Räume am Bahnhof in Buchs bezahlen zu können, führen sie ihr Unternehmen gewinnorientiert. Zunächst aber noch als Hobby. Im Gebäude der SBB haben sie sich vom Schweizer Unternehmen inspirieren lassen.

Die Spiele im ersten Raum werden sich um einen entgleisten Zug drehen. Sie wollten etwas Einzigartiges schaffen und sich damit von anderen Escape-Ideen abheben. Zudem werden auch historische Elemente der Region Liechtenstein und Werdenberg eingebaut. Wie zum Beispiel die Rheinnot 1927. Und dann tickt die Uhr und die Zeit drängt, um die Sabotage  zu verhindern.

Kombinieren die Besucher richtig, kommen sie Schritt für Schritt ihrem Ziel näher. Ausgelegt ist das Spiel für zwei bis sechs Personen. «Es wird fünfzehn kleine Einzelrätsel geben, die gelöst werden müssen», erklärt Koller.

Je Aufgabe bleiben nur vier Minuten Zeit. Wenn eine Gruppe nicht weiterkommt, dann gibt es einen zusätzlichen Hinweis. Alles dient nur einem Ziel: Die Weiche umschalten, damit ein Unglück verhindert wird. «Aus Sicherheitsgründen werden die Türen bei uns in Buchs zwar abgeschlossen sein, sich aber von innen stets öffnen lassen», betont Koller. Er will die Spieler auf keinen Fall einer Gefahr aussetzen. 

Escape-Room in Buchs soll im Frühjahr eröffnen
Der Umbau des ersten Raumes ist bereits abgeschlossen und die ersten Rätsel werden im Raum versteckt. Danach beginnt eine zweiwöchige Testphase, bei der die Rätsel und Aufgaben auf Herz und Nieren geprüft werden. Bis ein solcher Raum entworfen und so konzipiert ist, damit alles nach Plan läuft, dauert es natürlich seine Zeit.

Geplant sind noch weitere drei bis vier Räume. «Der Zweite soll für noch mehr Adrenalin sorgen», sagt Koller. Mehr will er noch nicht verraten. Zudem wird es auch einen eigenen Raum für Kinder geben, in dem sie knobeln können. Die von Computerspielen inspirierten «Live-Escape-Games» stammen ursprünglich aus Japan. Danach eroberte die Idee auch Europa.  (dal)

24. Jan 2020 / 10:46
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