• VU Parteitag in Gamprin
    Die beiden langjährigen Vorsteher Günther Kranz (2. v. l.) und Donath Oehri (2. v. r.) wurden für ihre Leistungen von Landtagsvizepräsidentin Gunilla Marxer-Kranz und dem Abgeordneten Mario Wohlwend gewürdigt.  (Daniel Schwendener)

Zeit für Dankbarkeit

Die VU würdigte am Parteitag im Gemeindesaal in Gamprin die Leistung der ehemaligen Vorsteher Günther Kranz und Donath Oehri.

Bei welcher Gelegenheit könnte eine Partei verdiente Exponenten besser mit einem Dankeschön bedanken als am Parteitag? Und so wurde den beiden ehemaligen Vorstehern und Landtagsabgeordneten Günther Kranz und Donath Oehri gestern im Gampriner Gemeindesaal verbal der rote Teppich ausgerollt.

Das Wirken des einen, Günther Kranz, wurde von Landtags-Vizepräsidentin Gunilla Marxer-Kranz gewürdigt. Auch wenn er, wie sie sagte, es gar nicht sonderlich möge, wenn seine Person ins Rampenlicht gerückt werde. In diesem Fall konnte und wollte die Partei darauf aber keine Rücksicht nehmen. Günther Kranz sei ein Mann, «der sich zeitlebens für seine Heimatgemeinde, die Politik, die Vaterländische Union und damit unser Land und seine Menschen interessiert und stark gemacht» habe, strich Marxer-Kranz heraus. Dabei verwies sie auf seine Zeit im Landtag (2005 bis 2013), vor allem aber auch auf die Jahre 2011 bis 2019, in denen er die Geschicke der Gemeinde Eschen-Nendeln als Vorsteher lenkte – mit Erfolg: «Die Hausaufgaben wurden von dir, lieber Günther, mehr als gemacht!»

Gerade in seiner ersten Amtsperiode, so Marxer-Kranz, hätten Kranz und sein Team viel Grundlagenarbeit geleistet. Davon konnte die Gemeinde in den Folgejahren profitieren – beispielsweise in Gestalt einer konsequenten Zentrumsentwicklung. In Eschen wurden mit dem Haus der Gesundheit oder dem sanierten Dorfplatz wichtige Anziehungspunkte geschaffen. Der Weiler Nendeln wiederum sei von Kranz «sozusagen aus dem Dornröschenschlaf erweckt» worden, sagte Kranz-Marxer.

Fotostrecke: VU Parteitag, Gamprin
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«Deine Nachfolger können in hohem Mass profitieren»

Aber auch viele gesellschaftliche und kulturelle Projekte – etwa die Renaturierung des Erlagrabens oder den Ausbau der Pfrundbauten – dürften nicht ausser Acht gelassen werden, so Marxer-Kranz, die sich um die Zukunft Eschen-Nendelns wenig Sorgen macht. Dank Günther Kranz: «Deine Nachfolger im Amt des Gemeindevorstehers können in hohem Mass von deinem grossen Schaffen und deinem politischen Weitblick profitieren.»

Der so Gelobte blieb seiner Haltung treu und begegnete den warmen Worten mit augenzwinkernder Skepsis: «Gegen Angriffe kann man sich wehren, gegen Lob ist man machtlos.» Gleichwohl war die Freude bei Günther Kranz gross, wie er versicherte. Die Zeit als Politiker, betonte der gebürtige Nendler, wolle er auf keinen Fall missen. Er habe viel gegeben – «aber ich habe auch sehr viel bekommen.»

Leistung ist auch ohne Zaubertrank möglich

Noch etwas länger im Vorsteheramt als Günther Kranz, insgesamt 24 Jahre, war Donath Oehri. Laudator Mario Wohlwend, Landtagsabgeordneter und VU-Vizepräsident, hat es sogar ganz genau ausgerechnet: «8760 Tage oder 210 240 Stunden». Da verwundere es nicht, dass die Gemeinde Gamprin einen Weg bei der Freizeitanlage Grossabünt nach ihrem Langzeit-Vorsteher benannt habe.

Eine andere Sache sorgte bei Wohlwend sehr wohl für Stirnrunzeln: Wie ist eine politische Leistung, wie sie Donath Oehri vorzuweisen hat, realisierbar? Womöglich mit einem «Zaubertrank wie bei den Galliern?» Mittels Recherche stiess Wohlwend dann noch auf andere Erklärungen – etwa Oehris Tätigkeit als Lehrer. Diese müssten gerne mit  Menschen arbeiten, gerecht sein und gute Nerven haben – Eigenschaften, die Oehri auf sich vereinige. Aber auch sein musikalisches Talent dürfte dem ehemaligen Gampriner Vorsteher, der die VU von 1997 bis 2005 auch im Landtag vertrat, zugutegekommen sein, glaubt Wohlwend: «Wenn man in der Politik die erste Geige spielen will, sollte man von Tuten und Blasen eine Ahnung haben und den Ton treffen.»

Mit den Jahren, so der Laudator, habe Oehri eine Führungskompetenz erreicht, «die durch eine Mischung aus persönlicher Bescheidenheit und gleichzeitiger hoher profes­sioneller Durchsetzungskraft sowie der nötigen Gelassenheit für Spitzenleistungen in seiner Gemeinde» gesorgt habe.

Diese zeigten sich unter anderem im Neubau des Kindergartens und der Erweiterung der Primarschule oder dem Bau der Freizeitanlage Grossabünt. Dort, wo sich auch der «Donath-Oehri-Weg» befindet. Die­sen, wünschte sich Wohlwend, würden im politischen Sinne künftig hoffentlich noch viele andere Menschen einschlagen. Dass es einen solchen Weg jemals geben würde, hätte sich Donath Oehri vor 25 Jahren wohl in seinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können. «Ich wurde damals ja förmlich zur Kandidatur genötigt. Und ich wollte auch nicht gewählt werden», erinnerte er sich in seinen Dankesworten. Doch letztlich sei es eben doch wie so oft gekommen: «Provisorien halten am längsten.» Und im Nachhinein sei das auch ganz in Ordnung so. (bo)

19. Sep 2019 / 22:51
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