• PK der VU in Vaduz
    VU-Spitzenkandidat Daniel Risch ergänzte: «Wir stehen nicht für Experimente, sondern für stabile Verhältnisse und Mehrheiten, damit Entscheide gefällt werden können. Das war in der Vergangenheit wichtig und wird auch in Zukunft wichtig sein.»  (Daniel Schwendener)

Daniel Risch: «Wir stehen nicht für Experimente»

Bei einem Wahlerfolg der VU ist die Grosse Koalition das wahrscheinlichste Modell.

Seit vergangener Woche stehen die Regierungsteams für die Landtagswahlen der zwei sogenannten Volksparteien VU und FBP fest. Die Spitzenkandidaten der VU sind Daniel Risch, Dominique Hasler und Graziella Marok-Wachter. Parteipräsident Günther Fritz zeigte sich an der Medienkonferenz am letzten Donnerstag «sehr zuversichtlich», dass die Vaterländische Union am 7. Februar 2021 als Sieger hervorgehen wird. 

Zur Frage nach einer möglichen Koalition erklärte Fritz: «Wenn die VU stärkste Kraft wird und den Auftrag zur Regierungsbildung erhält, dann werden wir mit jener Partei zuerst sprechen, welche das zweitbeste Ergebnis erzielt hat.» Und obwohl er «in unserer Fünf-Parteien-Landschaft» nichts für unmöglich hält, «ist es doch sehr wahrscheinlich, dass dies die FBP sein wird». Zudem sei die sogenannte Grosse Koalition ein erfolgreiches Modell. Und VU-Spitzenkandidat Daniel Risch ergänzte: «Wir stehen nicht für Experimente, sondern für stabile Verhältnisse und Mehrheiten, damit Entscheide gefällt werden können. Das war in der Vergangenheit wichtig und wird auch in Zukunft wichtig sein.»
Bei den Landtagswahlen 2017 vereinten FBP und VU fast 70 Prozent der Wählerstimmen. Es würde also einen dramatischen Umschwung benötigen, damit nicht die beiden Grossparteien erneut Platz 1 und 2 belegen. Bei den letzten Wahlen waren die Unabhängigen (DU) auf Platz 3 mit 18,4 Prozent der Stimmen. Diese werden sie aber nicht halten können, da seit der Abspaltung ein Teil der Stimmen an die Demokraten pro Liechtenstein (DpL) gehen werden.

Erstmals mehr Frauen als Männer in der Regierung
Rein mathematisch spricht somit auch im Februar 2021 alles für eine Grosse Koalition. Auch wenn sich diesbezüglich nichts verändert, steht fest, dass die nächste Regierung weiblicher wird. Kommt es erneut zum Zusammenschluss von VU und FBP, wird es erstmals mehr Frauen als Männer in der liechtensteinischen Regierung haben. Für den Wahlkreis Oberland haben die Volksparteien für die Regierung Daniel Risch (VU), Graziella Marok-Wachter (VU), Manuel Frick (FBP) und Katrin Eggenberger (FBP) nominiert, für den Wahlkreis Unterland Sabine Monauni (FBP) und Dominique Hasler (VU). Gewählt werden die Regierungsmitglieder vom neuen Landtag. Das Entscheidende für einen Wahlerfolg einer Partei sind deshalb die Landtagskandidatinnen und -kandidaten. Trotzdem dürfte es so sein, dass von 2021 bis 2025 drei oder sogar vier Frauen ein Amt in der fünfköpfigen Regierung bekleiden werden. 
An eine Veränderung der Politik glaubt VU-Regierungsratskandidatin Graziella Marok-Wachter deswegen aber nicht: «Entscheidend bei solchen Funk­tionen sind die Qualifikationen – und es gibt sehr gute Frauen und sehr gute Männer.» (sap)

13. Sep 2020 / 21:53
Geteilt: x
5 KOMMENTARE
Die Unabhängigen (DU) waren auf Platz 3 mit 18,4 Prozent
"Diese werden sie aber nicht halten können, da seit der Abspaltung ein Teil der Stimmen an die Demokraten pro Liechtenstein (DpL) gehen werden."

Das wird wohl so kommen? Nun teile ich aber euer uneingeschränktes Selbstbewusstsein:
"Die VU und die FBP verlieren je 10%, diese wandern zu DU und DpL ab.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 15.09.2020 Antworten Melden
Wir stehen nicht für Experimente
Das Bild von der Alpabfahrt,auf der Titelseite vom "Vaterland", hätte beser nicht platziert werden können. Direkt unter dem Artikel " Wir stehen nicht für Experimente" und im Hintergrund vom Foto, sogar noch das Landtagsgebäude. BRAVO.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 14.09.2020 Antworten Melden
Wir stehen nicht für Experimente
Diesen "Slogan" habt ihr hoffentlich schon vor der S-Bahn Abstimmung "aufgegleist". Denn jetzt wäre es eine Frechheit und Voklsvera...ung sondergleichen!!!

Die 21 Abgeordneten welche für die 71.3 Mill. gestimmt hatten, meinten im nachhinein (lt.Aussage von Harry Quaderer im 1FLTV Interview): "Man hat ja wissen können, das es ein NEIN gibt". Somit haben diese 21 Abgeordeten, im Wissen dass das Volk diese S-Bahn gar nicht will, 71.3 Millionen gesprochen!!! Dieser Grössenwahn nimmt von Jahr zu Jahr zu.
"Arbeiten-Steuern zahlen-richtig wählen", für das sind wir (der Pöbel), grad noch gut genug.

In Spanien oder Italien gibt es mächtige Bewegungen, die bereits weitergehen und den Parteien zurufen: „Ihr seid das Pack! Weg mit euch allen!“.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 14.09.2020 Antworten Melden

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar)
Lesertrend
Meistgelesen
18. September 2020 / 14:36
17. September 2020 / 00:20
18. September 2020 / 14:38
Meistkommentiert
16. September 2020 / 08:28
10. September 2020 / 10:08
Aktuell
19. September 2020 / 02:19
19. September 2020 / 00:49
18. September 2020 / 23:33
18. September 2020 / 22:37
UMFRAGE DER WOCHE
Lade TED
Ted wird geladen, bitte warten...

Facebook
Top