• Operette Balzers 2020
    Das Operetten-Ensemble ist bereit für die Premiere am kommenden Samstag, 25. Januar, Gemeindesaal Balzers.  (Daniel Schwendener)

Operette Balzers ist in den Startlöchern

Am kommenden Samstag öffnet sich im Balzner Gemeindesaal der Vorhang für die Premiere von Benatzkys «Im Weissen Rössl».

Seit Monaten nun fiebert die Operette Balzers auf diesen Moment hin: Wenn am Premieren-Abend der Vorhang fällt und die Künstlerinnen und Künstler für das Publikum die Rekonstruktionsfassung von Ralph Benatzky spielen. Elf Solistinnen und Solisten, neun Tänzerinnen und Tänzer und ein vierzigköpfiger Chor wollen das Publikum in die wilden 20er-Jahre zurückversetzen, wo die Berliner Geschäftswelt auf das österreichische Alpenreich trifft. Mit schwungvoller Orchestermusik, satirischen Dialogen und temporeichen Tänzen aus dieser Zeit garantiert das Operetten-Ensemble einen kurzweiligen Abend. Nicht nur an der Premiere am kommenden Samstag – an weiteren neun Spielabenden steht der Balzner Saal jeweils ganz im Zeichen dieser schmissigen Operettenrevue. 

«Gewisse Anspannung macht sich breit»
Etliche Probentage liegen hinter den Künstlerinnen und Künstlern – zur bedeutendsten Probe bislang hat sich das Ensemble gestern Abend getroffen: Zum ersten Mal hat es die gesamte Produktion ohne Unterbruch durchlaufen, gemeinsam mit dem Orchester. Für morgen steht die Generalprobe an, bevor es am Samstag, punkt 19.30 Uhr, dann ernst wird. «Natürlich macht sich nun von Tag zu Tag eine gewisse Anspannung breit», sagt Toni Bürzle, Präsident der Operette Balzers, der als Berliner Geschäftsmann Giesecke auch auf der Bühne agieren wird. In gewohnter Manier, wie es man sich von dem quirligen Balzner gewohnt ist – so viel sei an dieser Stelle schon einmal verraten. 

Viele Kostümwechsel: Zeitliche Herausforderung
Lampenfieber gehört zu Künstlern – auch wenn bis anhin alles geklappt hat und höchstens nur ganz kleine Hoppalas zu beklagen sind. Kurzum: «Wir sind in den Startlöchern», so Toni Bürzle. 
Eine besondere Herausforderung in dieser aktuellen Produktion der Operette Balzers wird sein, dass auch die Sängerschar das Tanzbein schwingen, ebenso wie das Tänzerensemble den Chor gesanglich unterstützen wird. Wie Toni Bürzle sagt, sei die Rechnung des Regisseurs Anatol Preissler und seinen beiden Assistentinnen wie auch von Choreografin Tamara Kaufmann aufgegangen – «es ergibt sich ein stimmiges Bild.» Nicht zuletzt auch durch die vielen verschiedenen Kostüme und Perücken – «zeitgerecht in die entsprechenden Outfits zu schlüpfen und rechtzeitig und vor allem nicht atemlos wieder auf der Bühne zu stehen, ist eine weitere Herausforderung», sagt Toni Bürzle. Entsprechend ist reges Treiben auf der Bühne vorprogrammiert, das sich schon alleine durch die verschiedenen Spielplätze ergibt: Mal in einer Badeanstalt, dann wieder im Hotel, auf einer Alp, wieder zurück im Hotel – die Bewegung im gesamten Stück bleibt nicht aus. 
Sich in dieser Hektik vollends auf sich selbst zu konzentrieren, ist bestimmt kein leichtes Unterfangen. Eine Herausforderung, mit der die Künstler aber zurechtkommen müssen. Das simple Geheimrezept von Toni Bürzle: «Einfach mal ganz tief ein- und ausatmen.» 

Regisseur glücklich über Konstellation
Der Regisseur Anatol Preissler hat «Im weissen Rössl» bereits zwei Mal inszeniert, nun erstmals in der wiederentdeckten alten Fassung. «Ich freue mich sehr darauf», so Preissler. «‹Das weisse Rössl› ist einfach ein Klassiker. Es sind so viele Ohrwürmer drin. Auch wenn man die Lieder zuvor noch nie gehört hat, gehen sie einem nicht mehr aus dem Kopf.» Der Klassiker kommt im neuen Gewand auf die Bühne. «Die Inszenierung wird moderner und frecher», verspricht der Regisseur. Vom ersten Tag an sei er mehr als glücklich gewesen über die Konstellation der Mitwirkenden. «Mark Weigel und Nicola Becht sind eine absolute Traumbesetzung», schwärmt Anatol Preissler. Er freue sich aber auch über neue Solisten, die er bisher noch nicht kannte. «Auch die Präzision und Stimmgewalt des Chors ist toll.» Eine Produktion mit über 120 Teilnehmern (Chor, Ballett und Orchester), die sich aus Profis und Amateuren zusammensetzen, sei vor allem auch eine ungeheure logistische Herausforderung. Aber jedes kleine Defizit werde in Balzers mit Liebe für die Sache wettgemacht, so Preissler. 

Wie Toni Bürzle sagt, ist der Vorverkauf sehr gut angelaufen. «Ich freue mich auf jede einzelne Vorstellung», sagt er. Und ganz besonders wenn es am kommenden Samstag um 19.30 Uhr im Gemeindesaal Balzers heisst: Bühne frei für das Stück «Im weissen Rössl». (bfs)

Tickets unter 384 01 04, weitere Infos unter www.operette-balzers.li

23. Jan 2020 / 18:09
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