• Peter Paul Beck hat für das Stück «Der letzte Raucher» extra wieder angefangen zu rauchen.  (Mike Kunstek)

«Das Publikum merkt sofort, ob du rauchst»

Am Freitag und Samstag kommt der Triesner Schauspieler Peter Paul Beck erstmals mit einem Solostück nach Liechtenstein.

Peter Paul Beck wollte schon als Kind Schauspieler werden. Er wirkte beim Schultheater mit und mit acht Jahren kam er erstmals zum Jungen Theater Liechtenstein. «Dort blieb ich, bis ich zu alt dafür war», erzählt 34-Jährige. Sein zehntes Schuljahr absolvierte er in England und startete danach eine Hotelfachschule. Diese Ausbildung gefiel ihm jedoch nicht sonderlich, so dass er sie nach einem Jahr wieder abbrach. «Dann dachte ich mir, ich mache meine Passion zum Beruf und begann in Wien Schauspiel zu studieren.» Seither lebt Peter Paul Beck in Österreich und kehrt lediglich für Familienbesuche und Schauspielauftritte nach Liechtenstein zurück. 

Engagements in Kärnten und Liechtenstein 
Von 2007 bis 2011 studierte Peter Paul Beck in Wien die zwei Studienfächer Schauspiel und Schauspielpädagogik. «Meine ursprüngliche Motivation dafür war, dass ich noch mehr Schauspielunterricht erhalte und mir ein zweites Standbein aufbauen kann», so Beck. Gleich nach dem Studium erhielt der junge Schauspieler Angebote aus Liechtenstein. So wirkte er nicht nur in Katja Langenbahns «Rache der Unschuld» mit, sondern auch in Daniel Batliners Stück «Einmal Oberland bitte», das anlässlich des 300-Jahr-Jubiläums des Oberlandes inszeniert wurde. Nebenbei begann er, beim Blinden- und Sehbehindertenverband Österreich als Sprecher zu arbeiten und nahm Schriftstücke als Hörbücher auf. 2014 zog er mit seiner damaligen Frau und seiner kleinen Tochter nach Kärnten, wo er seither an der Uni Klagenfurt Phonetik unterrichtet. «Dazu nahmen wir Hörproben auf, damit die Leute, die deutsch lernen, hören, wie die Wörter klingen sollten», erklärt Peter Paul Beck. Nebenbei war Beck regel­mässig am Heunburg Theater in Haimburg engagiert, einem Ort zwischen Klagenfurt und Graz.

Seit 2015 leitet Beck die Kulturmarktlücke Kärnten, wo er bisher bei zahlreichen Produktionen als Regisseur mitwirkte. Auch beim Jungen Theater Liechtenstein führt er seit Kurzem Regie und bringt im Februar 2019 die U21-Theaterproduktion «Wehret den Anfängen» auf die Probebühne in Schaan. Sein aktuellstes Stück, bei dem Beck die Hauptrolle spielt, ist Markus Kunz Monodrama «Der letzte Raucher». Dieses hat er mit einer befreundeten Regisseurin, Sandra Pascal, für die Kulturmarktlücke einstudiert und dort schon mehrfach aufgeführt. «Das Stück ist sehr gut angekommen», erzählt Beck. Nach der Premiere haben verschiedene Spielstätten bei der Kulturmarktlücke angefragt, ob sie das Stück bei ihnen aufführen möchten. So kam es, dass Peter Paul Beck sein Ein-Mann-Stück unter anderem drei Mal im renommierten Heunburg Theater aufführen durfte. «Das Publikum war auch dort sehr begeistert», schwärmt Beck.
Nun will es Beck auch mit zwei Aufführungen in Liechtenstein versuchen und zwar im K-Bum in Malbun. «Da ich bei Andy (Konrad) gerade bei Rotkäppchen und Aladdin mitspiele, dachte ich mir, probieren wir es mal mit meinem Solostück», so Beck. Dieser war von der Idee begeistert und gab dem Schauspieler gerne die Gelegenheit, seine Komödie «Der letzte Raucher» im K-Bum zu zeigen. 

«Extra wieder angefangen zu rauchen»
Das Stück dreht sich um einen Mann, der auf eine Party mit lauter Nichtrauchern eingeladen wurde und dadurch mehrfach alleine auf dem Balkon steht. Zum Schluss wurde er auch noch versehentlich ausgeschlossen, was ihn zum reflektieren bringt, was das Rauchen für ihn bedeutet. Für das Stück habe er extra wieder angefangen zu rauchen; erklärt Peter Beck. «Auf der Bühne merkt das Publikum sofort, ob du wirklich ein Raucher bist oder nicht.» Das Stück hätte sie auch deshalb interessiert, weil die Thematik des Rauchverbots in Österreich derzeit sehr aktuell sei. Nach der Produktion jedoch möchte Peter Beck mit dem Rauchen wieder aufhören, sicher aber nicht mit seiner Schauspielkarriere. (mk)

Aufführungen: 
24. Januar und 25. Januar, 20.30 Uhr, K-Bum Malbun

23. Jan 2020 / 10:38
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