• Die Zürcher bejubeln den Führungstreffer
    Die Zürcher bejubeln den Führungstreffer  (KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

Drei Tore in fünf Minuten erlösen den FCZ

Der FC Zürich entledigt sich der Barrage-Gefahr am drittletzten Spieltag. Unterstützt von gegnerischen Aussetzern und dank drei Toren in fünf Minuten gewinnt er gegen Cupfinalist Thun zuhause 3:0.
Fussball. 

Der speziellen Konstellation in der Super League ist es zu verdanken, dass der FCZ mit dem zweiten Sieg in Folge nicht nur die Abstiegsgefahr gebannt hat, sondern auch wieder gute Aussichten auf die Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb hat. Vor dem Duell der ebenfalls involvierten Klubs Lugano und St. Gallen vom Donnerstag sind die Zürcher nun punktgleich mit den drittplatzierten Thunern, denen die Hauptprobe für den Cupfinal vom Sonntag gegen Basel gründlich missglückte, die aber mit fortlaufender Spieldauer auch nicht mit letztem Einsatz zu Werke gingen. "Dass wir uns aus eigener Kraft vom Abstiegskampf befreit haben, tut gut. Das Zittern um den Europacup ist ein viel Positiveres", sagte FCZ-Präsident Ancillo Canepa erleichtert.

Die entscheidenden Szenen im Letzigrund spielten sich nach ausgeglichener erster halben Stunde ab, in welcher Thuns Moreno Costanzo mit einem Schuss ans Aussennetz dem Führungstreffer am nächsten gekommen war. Innert fünf Minuten traf der FCZ, bei dem Ludovic Magnin nach verbüsster Sperre wieder an der Seitenlinie mitwirken durfte, dreimal. In der 31. Minute versenkte Benjamin Kololli in seinem 100. Super-League-Spiel an seinem 27. Geburtstag einen Foulpenalty, zwischen der 35. und der 36. Minute erhöhten Stephen Odey und Assan Ceesay nach Angriffen über die linke Seite auf 3:0.

Bei allen Toren halfen die Thuner mit Eigenfehlern mit, ganz besonders beim ersten. Vor dem Penaltypfiff servierte Stefan Glarner Assan Ceesay den Ball mit einem missglückten Befreiungsschlag in den Strafraum, wie es ein Mitspieler Ceesays nicht besser hätte tun können. Spätestens bei Halbzeit hatte sich Thun mit der Niederlage abgefunden, darauf liess auch die Auswechslung von Top-Torschütze Dejan Sorgic schliessen.

Zürich - Thun 3:0 (3:0)

8727 Zuschauer. - SR Erlachner. - Tore: 31. Kololli (Foulpenalty) 1:0. 35. Odey (Schönbächler) 2:0. 36. Ceesay (Marchesano) 3:0.

Zürich: Brecher; Nef (59. Sohm), Omeragic (46. Maxsö), Mirlind Kryeziu; Schönbächler (84. Domgjoni), Rüegg, Sertic, Kololli; Marchesano; Ceesay, Odey.

Thun: Faivre; Glarner, Rodrigues (43. Fatkic), Sutter, Joss; Costanzo, Gelmi, Stillhart; Ferreira, Sorgic (46. Karlen), Spielmann (66. Salanovic).

Bemerkungen: Zürich ohne Bangura (gesperrt), Hekuran Kryeziu, Pa Modou, Untersee, Winter, Aliu, Zumberi (alle verletzt) und Guenouche (nicht im Aufgebot). Thun ohne Hediger, Tosetti, Ruberto (alle verletzt), Hunziker, Schwizer und Righetti (alle nicht im Aufgebot). 43. Rodrigues mit Verdacht auf Hirnerschütterung ausgeschieden. 64. Lattenschuss Odey. Verwarnungen: 23. Nef (Foul/im nächsten Spiel gesperrt). 30. Sutter (Foul). 32. Spielmann (Unsportlichkeit). 60. Marchesano (Foul). (sda)

15. Mai 2019 / 22:08
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