• Bankrupt businessman with empty pockets
    Wer nicht über seine Verhältnisse lebt, hat keine leeren Taschen zu beklagen und kann beruhigt ins neue Jahr starten.  (pd)

Finanzielle Misere im Januar

Nach den Festtagen kommt oft die grosse Ernüchterung: Der Kontostand zeigt rote Zahlen. Zu allem Übel wollen etliche Rechnungen bezahlt werden.

Geschenke, edle Speisen, Wintersport. Auch der Ausverkauf lockt bereits. Die Wintermonate sind eine kostspielige Zeit. Grosszügig wird Geld ausgegeben, der 13. Monatslohn ist längst aufgebraucht. Der Schnee lässt zwar auf sich warten, doch schneien tut’s trotzdem – jede Menge Rechnungen, die sich im im Briefkasten stapeln. Neues Jahr, altes Leid. Der Januar belastet die Haushaltskasse deutlich stärker als alle anderen Monate. Im deutschen Wörterbuch wird das Januarloch als «Periode besonders geringer geschäftlicher, politischer, kultureller o. ä. Aktivität im Januar eines Jahres» erklärt. Mit dem Begriff in Verbindung bringen jedoch die meisten Ebbe im Portemonnaie. Diese entsteht jedoch meist nicht erst im Januar, sondern ist oft die Folge vom Leben über die eigenen Verhältnisse – das ganze Jahr über.

Jahresrechnungen sind fällig. Genug zur Seite gelegt?
Neben den fixen monatlichen Ausgaben für Miete, Verpflegung, Kleidung, Telefon etc. werden mehrere Jahres- oder Halbjahresrechnungen fällig. Autoversicherung, Verkehrsabgaben, Abonnements, Hausrat- versicherung sind zu bezahlen. Kommen dazu noch eine oder mehrere Ratenzahlungsposten, reicht das Monatsgehalt bei Weitem nicht aus. Wer nicht in weiser Voraussicht während des Jahres monatlich einen Betrag zur Seite gelegt hat oder über ein Geldpolster auf dem Sparkonto verfügt, für den wird’s mehr als eng. Interessant: Obwohl der Jahresanfang in finanzieller Hinsicht bei vielen zu schlaflosen Nächten führt, geraten die meisten jedoch durch Jobverlust, Krankheit oder Trennung in finanzielle Schwierigkeiten. Ein Hauptproblem dabei: Die Betroffenen warten meist viel zu lange, bis sie sich Hilfe holen.

Sofortkredite locken, doch besser Finger weg
Das schnelle Geld lockt, Sofortkreditanbieter haben nicht nur im Januar Hochsaison und werben mit Sprüchen wie «Günstiger Sofortkredit – Ihr Rettungsring für die Rechnungsflut». Einen finanziellen Engpass mit der Aufnahme eines Kredites zu überbrücken – oder noch schlimmer: ausstehende Kreditraten mit einem weiteren Kredit bezahlen zu wollen –, ist jedoch eine denkbar schlechte Idee und kann der Beginn einer belastenden Schuldenspirale sein, aus der man den Weg nur schwer wieder herausfindet.

Schulden abbauen – Schulden vermeiden
Ein neues Auto oder Eigenheim, der Schritt in die Selbstständigkeit – wer erfüllt sich nicht gerne private und berufliche Träume? Viele Haushalte verschulden sich dafür. Nicht selten kommt es zur Überschuldung. Das Januarloch an sich ist somit keine typische Schuldenfalle.

Ein Schuldenrucksack wiegt schwer und beeinträchtigt das Lebensgefühl. Wer in Zahlungsschwierigkeiten gerät, sollte nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern sofort handeln. Entsprechende Beratungsstellen bieten ihre Hilfe an. Die beste Variante: Erst gar keine Schulden machen. Und wenn, dann erst die monatlichen Einnahmen und Ausgaben auf längere Sicht hinaus realistisch betrachten und sicherstellen, dass die Rate ohne Probleme bezahlbar ist.

Weniger Geld ausgeben bringt mehr Selbstwert
Für manche Menschen ist Geldausgeben auch mit einer Steigerung des Selbstwerts verbunden. Das geht auch anders: Wer sein Geld spart und dann klug ausgibt, kann an Selbstbewusstsein gewinnen. Gerne schlägt auch der «Belohnungsteufel» zu: Nach einem harten Arbeitstag will man sich etwas Gutes tun, beispielsweise mit einem besonderen Essen im Restaurant, neuen Schuhen, einer speziellen Handtasche etc. Ab und zu ist das in Ordnung. Wer diese Art von «Kompensation» jedoch regelmässig braucht, sollte sich einerseits fragen, ob er im richtigen Job ist, und sich andererseits bewusst machen, dass auf diese Weise das Konto rasch ins Minus rutscht. Und man weiss: Zu einem guten Teil prägt die Macht der Gewohnheit den Alltag. Psychologen haben herausgefunden, dass viele Menschen eine negative Beziehung zu Geld haben und es deshalb möglichst schnell loswerden wollen. Diesbezüglich sollte man versuchen, seine Einstellung zu ändern: «Geld ist gut – und deshalb will ich es behalten.» (ge)

11. Jan 2020 / 21:24
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