• Frank Wilke
    Frank Wilke backt Brote für einen guten Zweck.  (Daniel Schwendener)

Eine Frage der Ähre

Innerhalb rund eines Jahres hat Frank Wilke in seiner Freizeit rund 2000 Brote gebacken, für die er insgesamt rund 8500 Franken an Spenden gesammelt hat.

Die Backleidenschaft hat Frank Wilke schon vor langer Zeit gepackt und lässt ihn nicht mehr los. Da er im heimischen Ofen zu wenig Platz hatte, darf er bei seinem Arbeitgeber in der HPZ-Küche in seiner Freizeit Brote backen, die mittlerweile in Planken und im HPZ viele Anhänger des guten Geschmacks gefunden haben. Einmal wöchentlich bäckt Wilke rund 30 bis 40 Brote, die sich seine Kunden bei ihm zu Hause abholen können. Mittlerweile ist dieser Tag in Wilkes Küche zu einem schönen und geselligen Miteinander geworden. Man trifft sich, geniesst den Duft des frischen Brotes, probiert hier und da ein Stück und tauscht sich bei einer guten Tasse Kaffee oder Tee aus. Jung und Alt trifft sich bei Wilkes.

Es gibt jeden Mittwoch andere Brotsorten, sodass er jeden Geschmack seiner Kundschaft berücksichtigen kann. Hoch im Kurs stehen Sauerteigbrote, Dinkelbrote, aber auch Brote mit einer kräftigen Kümmelnote oder traditionelle Schweizer Brote.

Etwas weitergeben
Etwas Gutes bewirkt die Backleidenschaft aber nicht nur bei Frank Wilkes Kundschaft, sondern auch bei Menschen, die im Leben benachteiligt sind. Weshalb es ihm ein Anliegen ist, zu spenden, weiss Wilke genau: «Der Gedanke, mit dem Konsum von einem einfachen Grundnahrungsmittel, dem Brot, Menschen, die benachteiligt sind, eine Lebensgrundlage zu geben, ist fantastisch.» Deshalb gehen die aktuellen Spenden für seine Brote und Brötchen an den Verein «Madamfo Ghana». «Wir wollen mit dem Geld so vielen Kindern wie möglich eine Schulbildung ermöglichen, weil sie so eine Chance auf ein besseres und selbstbestimmtes Leben erhalten.»

Dem gesunden Brot wieder eine Stimme geben
Frank Wilke hat das Gefühl, dass die Menschen langsam jegliche Verbindung zu den ursprünglichen und natürlichen Lebensmitteln verlieren, da heutzutage die Industrie den grössten Teil der Nahrung produziert. Umso wichtiger ist es ihm, etwas so Ursprüngliches wie Brot mit eigenen Händen zu erschaffen und die Zutaten dazu selbst auszuwählen.

Backkurse für jedermann
«Mein Brot selbst zu kneten, ihm Zeit zum Reifen zu geben, um seine natürliche Aromen zu entfalten und es danach in der gewünschten Form zu backen, das ist jedes Mal aufs Neue ein tiefes, befriedigendes Gefühl, das ich verspüre, wenn ich dann den Ofen öffne und die warme, aromatische Luft rieche.» Frank Wilke möchte sein Wissen, seine Leidenschaft und das gute Gefühl gern auch an andere weitergeben und mit ihnen teilen. «Dieses Wissen war früher weit verbreitet. In jedem Haushalt wurde gebacken. Doch langsam geht das alles verloren.»

Frank Wilke will dieser Entwicklung entgegenwirken und veranstaltet nun schon zum zweiten Mal ab November im kleinen Rahmen Brotbackkurse für Interessierte, Anfänger und Fortgeschrittene.  (pd)

Infos zum Backkurs gibt es unter
www.brotbackkurse.com.
Infos zum Verein Madamfo Ghana:
madamfo-ghana.de

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15. Nov 2014 / 21:57
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