•  (Raphaela Meyer)

"Nur als Hobby war es für mich nicht mehr genug"

Ihren ersten Musikauftritt hatte Sarina Oesch mit gerade mal sechs Jahren. Nun möchte sie als «Sary» mit ihrer ersten Single durchstarten.

Was für eine Rolle spielt die Musik in Ihrem Leben?
Sarina Oesch:
Ich war ein grosser Fan der Kelly Family und sang bei ihren Liedern jeweils mit. Später kam Britney Spears und wurde mein grosses Vorbild. Als ich sechs Jahre alt war, traten ich und meine Schwester zum ersten Mal auf: Wir durften an der Hochzeit unserer Cousine singen. Es kam so gut an, dass wir weitermachten. Mit 16 Jahren haben wir unsere erste Single aufgenommen. Danach startete ich mit der Lehre und wir fanden kaum noch Zeit für die Musik, da geriet sie in den Hintergrund. Trotzdem habe ich das Singen nie ganz aufgegeben. Denn ohne die Musik fehlt mir irgendetwas. Als Hobby habe ich es noch weiter geführt. Jetzt ist für mich der Zeitpunkt gekommen, entweder Vollgas zu geben oder es sein zu lassen.

Was war der ausschlaggebende Punkt, genau jetzt zu handeln?
Musik hat mich schon immer begleitet und als Kind habe ich in meinem Zimmer jeweils Britney Spears Konzerte gegeben. Nur als Hobby war es für mich nicht mehr genug, da ich früher oft mit meiner Schwester aufgetreten bin. Das habe ich vermisst.

Wie ist es zu der CD-Aufnahme mit Ray Watts gekommen?
Ich schaue mir sehr gerne die Fernsehsendung «Die Geissens» an. Darin kam Ray Watts auch vor, da er mit Carmen Geiss ein Album aufnahm. Also dachte ich mir, es wäre der Hammer mit so jemandem zusammen zu arbeiten, war mir jedoch durchaus bewusst, dass es wahrscheinlich nie klappen würde. Mitten in der Nacht schickte ich ihm meine Demo. Bereits am nächsten Morgen erhielt ich seine Antwort. Es war ein tolles Aufstehen.

Wie hat Ihr Umfeld reagiert?
Es waren alle erstaunt und ich selbst konnte es kaum glauben. Meine Familie und mein Freund unterstützen mich dabei. Ich bin wirklich froh, dass sie hinter mir stehen und meinen Rücken stärken.

Wie viel Zeit ist vergangen, seit Sie Ray Watts kontaktiert haben und bis die Platte im Kasten war?
Anfangs Juni habe ihm meine Demo geschickt. Kurz darauf erhielt ich ein Lied, das er für mich geschrieben hat. Nachdem ich es einstudiert hatte, reiste ich zu ihm nach Salzburg, um es aufzunehmen.

Sie kennen den Prozess bereits, wie eine CD aufgenommen wird.
Ich war trotzdem sehr nervös. Ich kannte Ray Watts nur vom Fernsehen und er hat sich in der Branche bereits einen Namen gemacht. Kaum war ich dort, habe ich mich entspannt, denn er ist ein lockerer Typ. Der Song war eigentlich ziemlich schnell im Kasten. Übrigens wurde die Single am Freitag veröffentlicht.

Wie geht es dann weiter? Gibt es dazu ein Video?
Erst gibt es ein Lyric-Video. Wenn das Lied gut ankommt, drehen wir einen richtigen Clip – ob für dieses Lied oder die folgenden. Bis jetzt gibt es nur dieses eine Lied und wenn es gut ankommt, dann produzieren wir ein Album. Erst muss ich mir einen Namen machen.

Um was geht es in Ihrem Lied?
Mein erstes Lied geht in die Richtung Dance-Pop; hat einen dancigen Beat und doch ist es emotional. Es geht um eine Person, die viel zu früh gegangen ist, und ich warte auf sie. Bis zu dem Tag, an dem ich die Person wiedersehe. Das würde man dem Song gar nicht geben, da er sowohl club- wie auch alltagstauglich ist. Auch privat ist das mein Musikstil. Anhand des Demos hat Ray Watts genau meinen Geschmack getroffen. Die Leute können sich mit den Lyrics identifizieren.

Wollen Sie voll und ganz auf die Musik setzen?
Jetzt setze ich alles auf eine Karte. Für die Reise von hier bis nach Salzburg benötige ich etwa vier Stunden. In meinem Job war es nicht immer möglich, kurzfristig freizunehmen, um nach Salzburg zu fahren. Hinzu kommt die gesamte Werbung, in die ich Zeit investieren muss wie Social Media und üben. Es muss einfach klappen.

Ist Social Media also ein Muss?
Dadurch bleibe ich in stetigem Kontakt mit meinen Followers und Fans, die aus der Schweiz, Deutschland und Österreich sind. Ich werde mich auch erstmals auf diese Länder konzentrieren. Der absolute Höhepunkt wäre dann, es darüber hinaus zu schaffen. Ohne Instagram hätten die Follower mich nicht gefunden und so habe ich meinen ersten Fankreis aufgebaut. Es ist noch wichtiger als Facebook. Mein Instagram-Profil habe ich erst seit April und gemerkt, dass es sehr wichtig ist. Meine Follower kann ich dadurch informieren und sie an meine erste Single erinnern. Denn ohne Social Media läuft heute nichts mehr. 

Waren Sie bereits zuvor digital unterwegs oder ist einiges auch Neuland für Sie?
Auf Instagram kostete es mich schon etwas Überwindung, das erste Video von mir zu posten. Aber wenn man es einmal gemacht hat, geht es schon. Selbst streame ich auch Musik mit Spotify oder lade sie auf iTunes herunter.

Wie viel Zeit investieren Sie in Instagram?
Ich schaue, dass ich mindestens einmal täglich etwas poste. Nur für Instagram alleine benötige ich schon zwei Stunden am Tag, wenn nicht sogar drei, um mein Profil wirklich zu pflegen. Es lohnt sich hoffentlich. Facebook habe ich zwar auch, aber auf Instagram geschieht mehr und es läuft besser, da es mehr Leute hat, so scheint es mir auf jeden Fall.

Ist Youtube auch ein Thema?
Meine Demo habe ich mal hochgeladen, jedoch bin ich noch nicht gross darauf tätig, das wird dann auch noch auf mich zukommen. Mein neues Lied wird auf den Kanal von Watts Music hochgeladen, weil der deutlich mehr Abonnenten hat und somit eine grössere Reichweite.

Läuft Ihre gesamte Werbung online ab?
Es bringt am meisten über Facebook und Instagram. Darauf habe ich auch Videos, mit denen ich kommunizieren kann. Flyer schaut sich kaum mehr jemand an.

Was wäre Ihr Ziel, das Sie gerne erreichen möchten?
In die Hitparade zu kommen wäre ganz toll und dass mein Lied auf vielen Radiostationen gespielt wird. Von der Musik leben zu können und viele Live-Auftritte zu haben wäre ein Traum. Ich liebe es, auf der Bühne zu stehen, dann bin ich ein anderer Mensch. Ich finde es so schön, wenn die Leute Freude an meiner Musik haben, mitmachen und das Gefühl, wenn sie den Text mitsingen können. Das ist Hammer.

Das Radio als klassisches Medium ist also doch noch wichtig?
Radio ist sehr wichtig, denn trotz all dem Streamen hören noch viele Leute Radio beim Arbeiten, Autofahren und zu Hause. Der Dance-Pop-Stil ist hier noch nicht so verbreitet. Das ist bestimmt förderlich. 

Zu welchem Publikum passt Ihre Musik?
Da habe ich gar kein bestimmtes. Meine Musik wird vor allem der jüngeren Generation gefallen. Es ist zwar schwierig, weil Schlager hat auch schon Dance-Elemente drin – ist einfach Deutsch gesungen. Die Grenze ist oft verwischt. Ich würde gerne auch eine Clubtour machen, da wäre jetzt eher die jüngere Generation angesprochen.

Personen, die in der Öffentlichkeit stehen, sind oftmals unter Druck und machen viel Fitness und haben ein Ernährungsprogramm. Wie sieht das bei Ihnen aus?
Ich gehe regelmässig ins Yoga, das ist gut um zu entspannen und ich gehe viel spazieren. Man muss schon fit sein und ich schaue auch ein wenig auf die Ernährung, damit ich nicht zu viele schlechte Kohlenhydrate esse. Vor allem auch vor Auftritten. Nicht, dass ich nach zwei Minuten aus der Puste bin. Nervös ist man vor einem Auftritt immer, das gehört dazu und gibt den nötigen Adrenalinschub. 

Sind bereits einige Leute auf dich aufmerksam geworden?
Ich erhielt bereits Anfragen von DJs – sogar aus der Hip-Hop-Szene. Ständig kommen welche rein. Aber erst muss ich mich auf meine Debütsingle konzentrieren und schauen, wie das läuft. Ich habe sie alle auf später vertröstet. Auftritte sind einige geplant, aber noch nicht spruchreif. (ms)

04. Nov 2018 / 00:00
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