• Ryanair
    Die Billigfluglinie Ryanair kommt nach Zürich und tritt sehr aggressiv auf dem Markt auf.

Wenn es zu billig wird

Ab Juni kann man für 22 Franken von Zürich nach Palma de Mallorca fliegen. Geil, oder? Kommt drauf an für wen. Für den Ballermann-Touristen definitiv. Für die Angestellten der Fluggesellschaft schon weniger. Für mich jedenfalls nicht.

Grund für den Tiefpreis: Die irische Billigst-Fluglinie Ryanair kommt nach Zürich. 
Das wurde bekannt, kurz nachdem der Branchenschreck meldete, die Mehrheit an der von Niki Lauda gegründeten Laudamotion Airline zu übernehmen. Dadurch konnte sich Ryanair die begehrten Start- und Landerechte von Kloten sichern und tritt nun – wie überall – sehr aggressiv in den Markt ein. 

Am Smartphone mit der gezückten Kreditkarte freut man sich noch über den Spottpreis des Flugtickets, das günstiger ist als das Zugbillet zum Flughafen. 
Doch je näher man dem Fluggerät kommt, desto mehr Fragen tauchen auf: Wie viel von den 22 Franken erhält die Stewardess? Der Pilot? Wie viel bleibt noch für Wartungen und Erneuerungen übrig? 

Der Flugsektor ist stark reguliert und Ryanair verzeichnet nicht mehr Zwischenfälle als andere Airlines. Doch Ende des vergangenen Jahres erhielt man einen Einblick in Ryanairs «Erfolgsrezept»: Sechs Millionen Euro Sozialabgaben soll die Fluglinie illegal gespart haben, weil Piloten schein-selbstständig beschäftigt wurden. Erstmals kam es zu Warnstreiks der Piloten. Doch die Airline reagierte gelassen: 
Sie habe Piloten eingesetzt, die in der Probezeit oder selbstständig seien und konnte alle Flüge weitgehend durchführen. 

Ich will nicht für 22 Franken fliegen. Nirgendwohin. Kein unterbezahlter, überarbeiteter Pilot in unsicherem Beschäftigungsverhältnis soll mich von A nach B bringen. 

Ryanair erbte die Zürcher Start- und Landerechte übrigens von Air Berlin, die im Herbst 2017 Konkurs anmelden musste. In Deutschland, wo die Start- und Landerechte mehrheitlich an Eurowings gingen, stiegen die Flugpreise nach dem Air-Berlin-Aus relativ rasch auf das Doppelte und Dreifache – willkommen zurück in der Realität. 

22. Apr 2018 / 00:01
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