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    Das Smartphone ist heute omnipräsent und wird gar in die Kaffeepause mitgenommen.  (ViewApart)

Einfach mal liegen lassen

Wer kennt das nicht, ständig ist man auf der Suche nach etwas – egal ob Schlüssel, Handy, Portemonnaie oder Kugelschreiber. Solche Dinge scheinen sich manchmal gerne in Luft aufzulösen. Es gibt Phasen, da kommt das häufiger vor als sonst – oder es scheint einfach nur so.

Während meines Urlaubs im Ausland benutzte ich mein Handy kaum. Danach liess ich es überall liegen, sofern ich es nicht gleich wieder in meine Handtasche packte. Manchmal fiel es mir erst abends auf, als ich den Wecker stellen wollte, dass 
ich es erst gar nicht mit nach Hause genommen habe. 

Auch auf dem Weg zur Arbeit kam mir schon in den Sinn, dass das Smartphone noch immer zu Hause auf dem Küchentisch liegt. Doch deswegen umkehren? Ich riskierte es und verbrachte den Tag ohne mein Handy. Zu Beginn war es ein seltsames Gefühl, als ich es hervorholen wollte, um die Nachrichten zu kontrollieren, und ich dann abermals feststellen musste, dass ich es ja vergessen habe. 

Doch im Laufe des Tages legte sich dieses Bedürfnis und mir fiel auf einmal auf, wie oft man doch – auch mein Umfeld – nach dem Smartphone greift, nur um einen 
raschen Blick darauf zu werfen. Während der Arbeit ist es omnipräsent, in die Kaffeepause wird es ebenfalls mitgenommen und sobald man sich auf den Weg zu einem 
Termin macht, wird noch schnell ein Blick auf das Gerät geworfen.

Am Abend zu Hause angekommen, musste ich mich an der Nase nehmen, um mich nicht gleich auf das Smartphone zu stürzen. Schliesslich blieben die Nachrichten den ganzen Tag unbeantwortet. Das Ergebnis war dann doch ernüchternd, die Anzahl an Nachrichten liess sich an einer Hand abzählen.

Viel verändert hat dieses Erlebnis, das durchaus öfters vorgekommen ist und sicher noch einige Male eintreten wird, nicht. Sobald das Smartphone mit dabei ist, wird es genutzt wie gewohnt. Doch nehme ich es mittlerweile gelassener, wenn es irgendwo liegen bleibt – sofern ich weiss, wo es ist. Bei Ausflügen mit der Familie oder Freunden lasse ich es nun eher zu Hause und geniesse dann die Ruhe, wenn alle ihre Nachrichten tippen und Fotos versenden.

In diesem Sinne einen schönen Sonntag, und vielleicht lassen Sie heute auch mal ihr Handy zu Hause liegen. (ms)

14. Okt 2018 / 00:00
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