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    Gold ist auch heute eine beliebte Wertanlage.  (iStock)

«Fort Knox von Triesen» bunkert Venezuela-Gold

Eine Regierungsbeamtin aus Venezuela versteckte ihr Gold in Liechtenstein.

Es war im Jahr 2014, als eine hohe Regierungsbeamtin aus Venezuela, die zeitweise für die Finanzpolitik des Staates verantwortlich war, nach einem sicheren Hafen für ihr Geld suchte. Es ist ein Vermögen, das Claudia Diaz über Jahre auf unerklärliche Weise anhäufte. Die Vertraute des inzwischen verstorbenen Staatspräsidenten Hugo Chávez fand diesen vermeintlich sicheren Hafen in Liechtenstein.

Sie gründete eine Offshore-Firma auf der Karibik-Insel St. Vincent und den Grenadinen und kaufte über diese 250 Goldbarren mit einem Wert von fast zehn Millionen US-Dollar, wie aus Liechtensteiner Gerichtsakten hervorgeht. Wie die US-Zeitung «The New York Times» aktuell berichtet, versteckte sie das Gold in einem privaten Tresorgebäude in Liechtenstein. Sie mietete den Tresor mit der Nummer G1 für eine Jahresgebühr von knapp 20 000 Franken bei der Firma Liemeta AG mit Sitz in Triesen, die im Industriegebiet über ein eigenes Tresorgebäude verfügt. Einige Jahre später verkaufte die Beamtin eine ähnliche Menge des Edelmetalls und parkte den Erlös auf einem Schweizer Bankkonto. Diese Transaktionen stehen nun im Mittelpunkt internationaler Ermittlungen.

Verdacht besteht: Geld aus der Staatskasse gestohlen
Schätzungen zufolge sollen 300 Milliarden Dollar in zwei Jahrzehnten sozialistischer Herrschaft von korrupten Beamten und Funktionären aus der Staatskasse Venezuelas gestohlen worden sein. Der Verdacht besteht, dass  auch die Regierungsbeamtin auf diese Weise zu ihrem Vermögen kam, auch wenn sie beteuert, dass sie alles über Jahre gespart hat. Die Details der Ermittlungen gegen die Frau und fünf weitere Personen stammen aus einem 14-seitigen Rechtshilfeersuchen, das Liechtenstein in der Schweiz stellte. Wie die  «New York Times» weiter berichtet, haben die Liechtensteiner Gerichte dessen Echtheit bereits bestätigt.

Ein sicherer Goldtresor als Hort der Vertraulichkeit
Bis die Beamtin das Gold verkaufte, lagen die Goldbarren sicher im «Fort Knox» der Liemeta AG. Hinter der Firma steht eine Familie, die sich in den vergangenen Jahren einen Namen mit dem Handel und der Verwahrung von Edelmetallen in Liechtenstein gemacht hat. Wohl auch so mancher Kunde mit zweifelhaften Absichten sieht die Vorteile. Unbestätigten Informationen zufolge gebe es vereinzelt Kunden, die das Edelmetalllager nutzen, um dort ihr Vermögen aus verschiedenen Gründen zu verstecken.

So mancher habe sogar dreistellige Millionenbeträge in Gold investiert und sicher verstaut. Das Gebäude verfügt über ein eigenes Sicherheitssystem. Die Aufenthaltszeit eines Mieters beträgt zum Beispiel maximal 15 Minuten. (dal)

06. Aug 2020 / 06:00
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3 KOMMENTARE
nur mal die Kirche
im Dorf lassen,es ist nicht jeder Unternehmer im Lande ein Schwerverbrecher,99% haben nicht mal gewusst das es die Firma gibt. Man kann nicht alles hinterfragen und überprüfen, was man zum verwahren bekommt.Also mal etwas entspannen,bevor man losschreit.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 06.08.2020 Antworten Melden
und das ist legal?
wirft Fragen auf.
"Hinter der Firma steht eine Familie, die sich in den vergangenen Jahren einen Namen mit dem Handel und der Verwahrung von Edelmetallen in Liechtenstein gemacht hat."
Warum werden nicht Ross und Reiter genannt?
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 06.08.2020 Antworten Melden
Handelsregister
Das kann man ganz bequem im Handelsregister nachschauen. Und welch eine Überraschung, wer dabei hilft, bei uns solche Gelder zu verstecken! Eine Schande für Liechtenstein. Das hilft wirklich nicht dabei, unseren Ruf zu verbessern.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 06.08.2020 Antworten Melden

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