• Schule
    Tschechische Schüler in der Botschaft Wien; zusammen mit Botschaftsrat Dominik Marxer (Mitte)

Schüleraustausch mit Tschechien

Zwei Schulklassen aus Liechtenstein und Tschechien wandelten im September auf den Spuren der Fürsten von Liechtenstein in Südmähren, Niederösterreich und Liechtenstein.

16 Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrpersonen des Matyas-Lerch-Gymnasiums in Brünn  (Tschechien) traten die Reise zum Besuch des Liechtensteinischen Gymnasiums in Vaduz an. Nach einem Besuch der Liechtensteinischen Botschaft in Wien und des Stammschlosses der Fürstenfamilie in Niederösterreich stand für die Schüler vom 11. bis 14. September ein Kennenlernen des Fürstentums Liechtenstein auf dem Programm.

Während der Woche in Liechtenstein drückten die tschechischen Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihren liechtensteinischen Kolleginnen und Kollegen die Schulbank und lernten die 700 Jahre alte gemeinsame Geschichte von Liechtenstein und Tschechien kennen. Der «Stundenplan» umfasste neben dem Schulbesuch auch eine Bustour durch das ganze Land, eine gemeinsame Wanderung, ein Besuch des Kunstmuseums Vaduz und vielfältige Kennenlernaktivitäten. Im Oktober ist der Gegenbesuch der liechtensteinischen Schulklasse in Tschechien geplant.

Erstmals konnte der Schüleraustausch zwischen dem Liechtensteinischen Gymnasium und dem Matyas-Lerch-Gymnasium aus Brünn über den bilateralen Fonds des EWR-Finanzierungsmechanismus (EEA Grants) finanziert werden. Die EEA Grants stellen den Solidaritätsbeitrag Islands, Liechtensteins und Norwegens zur Verringerung des wirtschaftlichen und sozialen Ungleichgewichts innerhalb von Europa dar. Dieser Solidaritätsbeitrag entspricht den sogenannten Kohäsionsgeldern, die die wirtschaftlich stärkeren EU-Staaten für Projekte in wirtschaftlich benachteiligten Regionen Europas investieren. Für die Periode 2014-2021 beträgt Liechtensteins Beitrag ca. 2,3 Millionen Euro pro Jahr, was rund einem Prozent der Gesamtkosten des Finanzierungsmechanismus entspricht.

Der Schüleraustausch sei ein wunderbares Beispiel dafür, dass die EEA Grants zur Stärkung der bilateralen Beziehungen zwischen Liechtenstein und den Empfängerstaaten beitragen, heisst es in der Mitteilung dazu. Neben Tschechien können sich liechtensteinische Projektpartner in den kommenden Jahren auch für gemeinsame Projekte mit 14 anderen EU-Staaten mitbewerben. (ikr/red)

14. Sep 2018 / 12:23
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