• Pfälzer Hütte
    Pfälzer Hütte  (Eddy Risch)

Noch keine neuen Pächter in Sicht

Der Liechtensteiner Alpenverein sucht neue Pächter für die Pfälzerhütte. Die Suche erweist sich bisher als schwierig.

Vor einer Woche ging auf der Pfälzerhütte nicht nur die Sommersaison 2019 zu Ende, sondern auch eine Ära: Die langjährige Hüttenwirtin Elfriede Beck verabschiedete sich in ihre verdiente Pension. 17 Jahre lang sorgte die Triesenbergerin für das Wohl der Wanderer und Biker und war bei den Gästen sehr beliebt. Jetzt ist der Besitzer der Berghütte, der Liechtensteiner Alpenverein (LAV), gefordert, einen Nachfolger zu finden. Doch die Rekrutierung eines neuen Pächters ist zaghaft angelaufen, teilt Präsidentin Caroline Egger auf Anfrage mit. «Bisher ist leider nur eine Bewerbung eingegangen», sagt sie.

Pachtsystem wird der Schweiz angepasst

Elfriede Beck teilte ihre Kündigung dem Alpenverein im Juli mit. Die Präsidentin dementiert allerdings Gerüchte, dass die Kündigung aufgrund einer Pachterhöhung oder sonstigen Preisvorgaben erfolgt ist. Man passe lediglich das Pachtsystem an jenes des Schweizer Alpen-Clubs an. Dabei wird der Mietzins nach Umsatz festgelegt, was auch dem Pächter zugute kommt. Bei der Gafadurahütte sei dies bereits seit dem Jahr 2013 der Fall. «Elfriede begründete ihre Kündigung mit ihrer Pension. Wir haben uns im Guten von ihr getrennt und sind dankbar für ihren Einsatz», hält Caroline Egger fest.

Pächtersuche ausweiten

Der Alpenverein wünscht sich als Nachfolger für Elfriede Beck idealerweise ein Pächterpaar aus Liechtenstein. So sei der Bezug zu Land und Leuten da und zu zweit sei der Betrieb besser zu bewältigen. Auch Erfahrung in einem Berghüttenbetrieb ist von Vorteil. Denn die Bewirtschaftung einer Berghütte ist nicht ganz ohne – sei es logistisch oder auch mental. «Gerade bei Schlechtwetterperioden kann das Hüttenleben eine Herausforderung sein», sagt Egger-Batliner. Auch wenn die Pfälzerhütte nach den letztjährigen Sanierungsarbeiten auf dem neusten Stand ist und fliessendes Wasser, Strom und sogar WLAN bietet.
Bleibe die Resonanz von Bewerbern aus Liechtenstein aber weiterhin gering, dann werde man die Suche demnächst auf die Schweiz und Österreich ausweiten. «Denn uns läuft die Zeit davon», hält die Präsidentin fest. Es wäre gut, wenn sich die neuen Pächter noch vor dem Winter ein Bild von der Hütte machen könnten. Denn schliesslich müssen diese im Frühjahr bereits in den Startlöchern für die Sommersaison 2020 stehen. Dazu kommt, dass der Zugang zur Hütte im Winter nur mit Tourenskiern möglich ist. (manu)

Weitere Informationen unter www.alpenverein.li

14. Okt 2019 / 22:01
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