• Die Junge Liste stellt sich vor: Samuel Schurte, Angilina Davida, Seraphim Joliat, Ruben Bargetze, Jacqueline Stocker, Helga Weinzierl, Sara Kindle, Daniel Lochner, Andreas Verling und Nicolas Marxer (v.l.).  (pd)

Junge Liste setzt sich für Wahlalter 16 ein

Die Junge Liste (JL) stellte sich an der GV der Freien Liste am 10. September erstmalig der Öffentlichkeit vor. Sie präsentierte ihre Ziele und lancierte gleich eines ihrer Hauptthemen: Wahlalter 16 für Liechtenstein.

Die Junge Liste (JL) will Jugendlichen ab 16 Jahren politische Beteiligung ermöglichen. Als Hauptgrund für die Absenkung des Wahlalters erachtet die JL die demographische Entwicklung in Liechtenstein: Der Anteil der über 65-Jährigen an der Gesamtbevölkerung werde in den
kommenden Jahren enorm ansteigen, heisst es in einer Medienmitteilung.

Daraus folge, dass Seniorinnen und Senioren ab 65 ein immer grösseres politisches Entscheidungsgewicht erhalten. Zur Veranschaulichung wird in der Mitteilung ein Zahlenbeispiel genannt, ausgehend von einem mittleren Szenario: Im Jahre 2050 fallen auf je 100 Personen im Alter zwischen 20- bis 64 rund 53 Personen über 65 Jahre. Im Jahre 2014 lag diese Zahl, der sogenannte Altersquotient, noch deutlich unter 30 Personen. Die JL beruft sich auf Daten des Amts für Statistik (Bevölkerungsszenarien für Liechtenstein, Zeitraum 2015 bis 2050).

Samuel Schurte, Angilina Davida, Daniel Lochner und Andreas Verling von der JL beobachten diese Entwicklung mit Besorgnis und wollen hier mit der Einführung des aktiven Wahlalters 16 gegensteuern. Die Freie Liste unterstütze diese Forderung der JL, heisst es in der Mitteilung weiter. Für das passive Wahlrecht wolle die Junge Liste die Altersgrenze 18 beibehalten. Als richtungsweisend erachten es die jungen Politikerinnen und Politiker, dass der Nachbarstaat Österreich das Wahlalter 16 bereits seit 2007 erfolgreich eingeführt hat. (pd)

11. Sep 2020 / 11:29
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10 KOMMENTARE
Wahlverhalten
In meiner Altersgruppe (25-35 Jahre) sehe ich ganz klar eine Tendenz zum rechtsnationalen, konservativen und europakritischen Lager, vor allem unter den jungen Akademikern. Mir persönlich fällt auf, dass - zumindest in meiner Altersklasse - die weniger Gebildeten eher links bzw. grün wählen.
Bei den ganz Jungen (16-25) wird wohl die Mehrheit tatsächlich nach links tendieren.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 11.09.2020 Antworten Melden
Antwort Wahlverhalten
Hallo walser48!
Zur Vorbereitung für dieses Thema haben wir uns ganz gut informiert und dabei auch Interviews geführt. Zum einen gibt es Daten von den Wahlen in Österreich im Jahr 2019 (https://bit.ly/3imYuVv). Bei den bis 29-Jährigen lässt sich keine starke Tendenz für ein bestimmtes Spektrum feststellen.
Ich muss zugeben, dass in der Altersgruppe relativ viele Menschen die Grünen gewählt haben (27%), jedoch haben die ÖVP ebenfalls 27% von den Stimmen bekommen. Wenn bei den jungen etwas klar wird, dann eher dass die Meinungen über das ganze Spektrum verteilt sind.

Auch bei unseren Interviews liess sich kein Trend feststellen. Die Meinungen waren über das ganze Spektrum verteilt.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 11.09.2020 Antworten Melden
Hmm!
Hallo pasu!
Wie im Artikel beschrieben, ist einer der Hauptgründe, das Wahlalter 16 voranzubringen, der demografische Wandel.
Ein Land, welches keine gute medizinische Infrastruktur hat und keinen leichten Zugang zu Verhütungsmittel, hat etwa die Pyramidenform (Pagodenform), welche du im folgenden Bild ganz Links beobachten kannst: https://encrypted-tbn0.gstatic.com/images?q=tbn%3AANd9GcT75YVY6YukIqFHo7fgBmAFpYWCBBaX4twL7Q&usqp=CAU
Da Liechtenstein eine gute medizinische Infrastruktur und leichten Zugang zu Verhütungsmitteln hat, sieht es momentan so aus:
https://www.fonto.xyz/pp/2020/LS_popgraph2020.jpg
Dir fällt vielleicht auf, dass durch den medizinischen Fortschritt mehr Menschen immer àlter werden und durch Verhütungsmittel und niedrige Kindessterberaten immer weniger Kinder nachkommen.
Parteien müssen gewählt werden. Ein Grossteil der Wähler ist Alt. Daraus Folgt: Wer Politik für Alte macht, wird gewählt. Wenn es mehr junge Wähler gibt, verschiebt sich der Fokus der Politik.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 11.09.2020 Antworten Melden

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