• Passivkonzert Musikverein Konkordia Gamprin
    Der Musikverein Concordia Gamprin lieferte am Samstagabend beim Herbstkonzert wieder eine glanzvolle Kostprobe seines Repertoires ab.  (Rudi Schachenhofer Bendern)

Concordia – so geht Blasmusik

Im Gemeindesaal Gamprin erfüllte der heimische Musikverein Concordia wieder die hochgesteckten Erwartungen.

Gaston Oehri hatte zugleich damit wie alljährlich Gelegenheit zu zeigen, wie souverän und fein mit dem in den schmucken neuen Uniformen agierenden Orchester abgestimmt er zu dirigieren weiss. Durch den Abend führte Peter Oehri. Im vollen Saal erklang zum Auftakt «Young Pheasants in the Sky» von Satoshi Yagisawa. Der japanische Komponist schrieb diese Fanfare zum 30-jährigen Jubiläum einer Schule. Die Fanfare ist besonders im ersten Teil dieses lebhaften Stücks zu hören, während der zweite Teil choralähnlich klingt.

Hommage ans Matterhorn und ein Marsch-Hit
Weiter ging es mit «Monte Cervino» von Michael Geisler, eine dem Matterhorn (ital. Monte Cervino) gewidmete Komposition. «Alte Kameraden» von Carl Teike / Siegfried Rundel folgte, ein Militärmarsch von etwa 1889, der zu einem der populärsten und meistgespielten deutschen Militärmärsche wurde und sich auch im Ausland grosser Beliebtheit erfreut. Sogar unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, als das Spielen deutscher Märsche im Ausland weitgehend verpönt war, wurde er auch dort weiterhin oft aufgeführt. Von Teike kennt man auch Märsche wie «In Treue fest». «Lord Tullamore» von Carl Wittrock ist ein mitreissendes Stück dieses niederländischen Komponisten. Die dreiteilige, lebhafte Komposition lässt irische Folk-Music anklingen. Das anspruchsvolle Stück meisterte der Musikverein Concordia anstandslos.

Ehrungen für drei Damen und sechs Herren
Nun wurden zunächst verdiente Mitglieder geehrt (siehe Bildlegende). Die Mitgliedschaftsjahre reichten von zehn bis sechzig. Ein Zeichen des Dankes und der Verbundenheit waren die Geschenke an sie und der Applaus ihrer Vereinskameradinnen und -kameraden und des Publikums, das danach in die Pause entlassen wurde, in der man sich stärken konnte.
Im folgenden «Wind on the Hill» von Naoya Wada erinnert sich der Komponist an seine Jugend und den Ausblick vom Elternhaus auf einem Hügel.

Das Mädchen und der Blechmann – Märchenhaftes
«The Wizard of Oz» kennen wohl die Meisten, vermutlich durch Verfilmungen. Das Hollywood-Märchen «Der Zauberer von Oz» erschien 1939 und gehört mittlerweile zu den grossen amerikanischen Filmklassikern. Der bekannte amerikanische Komponist James Barnes hat aus der Filmmusik ein meisterhaftes Arrangement für Blasorchester geschaffen. «All the Best» von Otto M. Schwarz: «Alles Gute!» – der Komponist versucht immer wieder, neue Klänge und gewagte rhythmische Phrasen in die Welt der Blasmusik zu transportieren.

Im Zeichen der Liebe komponierte Musik
«You are the Sunshine of my Life» von Stevie Wonder/ 
Naohiro Iwai als vorletztes offizielles Stück des Abends ist eines, mit dem der blinde Stevie Wonder berühmt wurde. Es erfreut sich unverminderter Beliebtheit und wurde auch von diesem Publikum in der Darbietung in Gamprin mit Beifall verdankt. Das Schlusslicht bildete «Omens of Love» von Hirotaka Izumi/Toshio Mashima, ein schöner, im Zeichen der Liebe stehender Abschluss vor Weihnachten. Danach wurde der Saal umgeräumt und man konnte plaudern und sich leiblicher Stärkung zuwenden. (vv)

08. Dez 2019 / 18:47
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