• In Campeones spielen geistig behinderte Menschen die Hauptrolle.

«Campeones» beim Filmfest Vaduz

Mit «Campeones» wird beim Filmfest Vaduz am heutigen Freitag Javier Fessers Komödie mit geistig behinderten Menschen gezeigt, in der der Respekt und die Geltendmachung ihrer Rechte harmonisch und komödiantischen Situationen zusammenspielen.
Vaduz. 

Der Basketball-Trainer Marco ist am Tiefpunkt seiner Karriere angekommen: In der Nationalmannschaft spielt er lediglich die zweite Pfeife, seine Beziehung ist ruiniert und als er im Vollsuff mit seinem Auto einen Polizeiwagen rammt, wird er auch noch vom Richter zu Sozialstunden verdonnert. Die soll er als Trainer einer Basketball-Mannschaft ableisten. Der Haken: Die Spieler leiden allesamt an einer geistigen Behinderung. Dem Leiter der Institution kommt der missmutige Trainer gerade recht, denn es steht eine Landesmeisterschaft an. Für den arroganten Schnösel ist die neue Aufgabe eine einzige Zumutung. Aussichtslos scheint sie überdies, denn der bunte Haufen stellt sich denkbar ungeschickt an. Vorerst ahnen nur wir Zuschauer, wie heilsam diese Sisyphusarbeit für Marco sein wird. Umso länger er diese besondere Mannschaft trainiert, umso mehr wird auch ihm klar, dass sein neues Team mit Qualitäten aufwarten kann, die er im Leben sonst vermisst. Javier Fesser stellte sich in diesem Film der Herausforderung eine Komödie mit geistig behinderten Menschen zu machen, in der der Respekt und die Geltendmachung ihrer Rechte harmonisch mit komödiantischen Situationen zusammenspielen mussten. Fesser findet schnell zu einer Leichtigkeit, die sich in Schlepptau nehmen lässt von seinem munteren Ensemble. Marcos Schutzbefohlene bewältigen ihren Alltag nämlich prächtig; wie sie sich im Berufsleben behaupten, verdichtet der Film zu einer unkomplizierten Reflexion über Begabung und Würde. Die die Protagonisten werden nie vorgeführt und trotzdem ist es manchmal urkomisch. Die porträtierten Charaktere zeigen eine Menschlichkeit, Würde, Freundlichkeit und Grosszügigkeit, die die grosse Mehrheit der falsch benannten "normalen" Menschen gerne bei sich selbst sehen würde. (pd)

Alle Informationen und Tickets: www.filmfest.liwww.hierbeimir.li
31. Jul 2018 / 11:55
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