• Diese Visualisierung zeigt, wie die Sport- und Freizeitanlage Blumenau in Triesen ab 2021 aussehen könnte.  (Gemeinde Triesen)

Gemeinde Triesen reagiert auf Referendum

Die Gemeinde Triesen hat mit einer Stellungnahme auf das ergriffenen Referendum gegen den Ausbau des Freizeitparks Blumenau reagiert. Darin halten der Vorsteher und der zuständige Gemeinderat unter anderem fest, dass Wahrheiten und Spielregeln eingehalten werden sollen.
Triesen. 

Mit Daniel Feger hat eine Privatperson gegen die Sanierung und Erweiterung der Sportanlage Blumenau in Triesen das Referendum ergriffen und alle Einwohnerinnen und Einwohner Triesens persönlich angeschrieben. Binnen weniger Tage will die Privatperson die nötigen Unterschriften gegen das ausgereifte Projekt sammeln. Damit es zu einer Volksabstimmung kommt, muss Feger bis am 14. Januar mindestens 437 Unterschriften sammeln.

Die Gemeinde hält in ihrer Stellungnahme fest, dass im Schreiben, das an die Haushalte versandt wurde, einige Ungereimtheiten enthalten und diese zu berichtige seien. Im Wortlaut heisst es:

1. Hohe Kosten: Der Referendumswerber stört sich an den hohen Kosten von 6,7 Mio. Franken (+/- 10 Prozent). Stellt man diese Kosten in den Vergleich zu den gebotenen Leistungen und Attraktivitäten, welche den Kindern, Jugendlichen, Familien und Senioren in Triesen für die kommenden Jahrzehnte zur Verfügung stehen werden, so fallen diese – im Vergleich zu Projekten in anderen Gemeinden und Städten – bescheiden aus. Wahr ist hingegen, dass die Kosten nicht zu unterschätzen sind und daher auf drei Jahresbudgets der Gemeinde verteilt werden.

2. Fehlende Multifunktionalität: Der Referendumswerber hält fest, dass der neuen und erweiterten Anlage die Multifunktionalität fehle. Wahr ist, dass die bestehende Anlage primär für Fussball und bedingt für Leichtathletik nutzbar ist, das erweiterte Freizeitzentrum aber verschiedenste Nutzungsmöglichkeiten für Familien, Kinder und Senioren bieten wird. Bei der Erarbeitung des Projekts wurde auf die Vielseitigkeit besonderes Augenmerk gelegt.

3. Ein Schnellschuss? Der Referendumswerber spricht von einem Schnellschuss. Dem sei entgegengehalten, dass das Projekt über mehr als zwei Jahre lang erarbeitet und entwickelt wurde. Dies unter Einbezug aller Nutzer, der Sportkommission, der Vereine und anderer Interessensgruppen. Diese breit aufgestellte Entwicklung als Schnellschuss abzutun ist nicht korrekt, zumal die Resultate des Projektwettbewerbs bereits im November 2017 öffentlich gezeigt wurden.

4. Noch vor den Wahlen? Der Referendumswerber kritisiert, dass das Projekt kurz vor Ablauf der Legislaturperiode bewilligt worden sei. Das ist richtig, denn jedes Projekt, das den Einwohnerinnen und Einwohnern zugutekommen soll, wird von einem verantwortungsbewussten Gemeinderat verabschiedet, sobald es ausgereift ist. Und dies ohne Rücksichtnahme auf Wahlen oder andere Termine.

5. Kein Verkehrskonzept? Der Referendumswerber bemängelt ein fehlendes Verkehrskonzept. Ein Solches ist auch nicht nötig, denn es werden keine neuen Parkplätze erstellt. Vielmehr ist das Projekt für die Triesnerinnen und Triesner, welche aufgrund der kurzen Distanzen die zusätzlich geplanten Fahrradabstellplätze nutzen werden.

6. Nähe zum Wohngebiet? Der Referendumswerber kritisiert die Nähe zum Wohngebiet. Als «Anrainer» (Luftlinie rund 70 Meter) mag das wohl ein persönliches Kriterium sein. Dennoch: Bei der Blumenau, welche seit Jahrzehnten an identischer Stelle beheimatet ist, handelt es sich um eine öffentliche Zone, welche der Bevölkerung Nutzen und Mehrwerte stiften soll. Mit dem neuen Projekt wird diese Zone für alle deutlich aufgewertet.

7. Verlorenes Kultur- und Ackerland? Der Referendumswerber behauptet, dass Acker- und Kulturland im Wert von 6 Mio. Franken verloren gehen. Diese utopisch hohe Summe kann nicht nachvollzogen werden. Zudem handelt es sich im Projektbereich um eine Zone für öffentliche Bauten und Anlagen, welche nun für alle Bevölkerungsgruppen genutzt werden wird, nicht nur monosportiv für Fussball.

Zu guter Letzt soll festgehalten werden, dass es sich bei einem Referendum um ein demokratisch legitimes Instrument handelt, das allen offen steht. Wichtig ist jedoch, dass sich auch Referendumswerber an Wahrheiten und Spielregeln halten, um die Demokratie auch fair zu gestalten. In verschiedenen Gesprächen wurde dem Referendumswerber das Projekt ausführlich und transparent erklärt.

Die Genehmigung der Sanierung und Erweiterung der Blumenau durch den Gemeinderat basiert auf einem ausgereiften, breit abgestützten und nun fertigen Projekt, welches der gesamten Bevölkerung Triesens Mehrwert für die kommenden Jahrzehnte bieten wird und zu einem beliebten Treffpunkt für Vereine, Schulen, Familien sowie der jungen und älteren Generation wachsen kann.

Für die Gemeinde Triesen
Günter Mahl, Gemeindevorsteher
Jürgen Negele, Gemeinderat (Ressortinhaber Sport)

10. Jan 2019 / 14:15
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5 KOMMENTARE
Durchdacht oder mit dem Kopf durch die Wand
Mahl hat doch die vergangenen Jahre gezeigt wie man sinnvoll Geld ausgibt. er lässt für ein paar Millionen ein neues Sportplatzgebäude errichten, ohne Einbezug der Mitarbeiter und Vereine, Fazit zu kleine Lagerräume der Sitzplatz nur bei schönem Wetter sinnvoll nutzbar. Ein Verwaltungsprovisorium für Millionen wird erstellt, welches nach der Renovation der Gemeindeverwaltung nun seit Jahren leer steht. Park Ost wird für hunderttausende Franken realisiert, Ort der Begegnung grinsen. Und nun sollen wieder Millionen an Steuergeldern in eine nicht zweckmässige, nicht fertig durchdachte Sportplatzsanierung fliessen?
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 11.01.2019 Antworten Melden
Gemeinde diffamiert Initanten und setzt auf die Wahrheitsschiene
Offenbar gehen der Gemeinde die Argumente aus, dass sie die sachliche Ebene verlässt und einen Bürger, der seine demokratischen Rechte wahrnimmt, belehrt, was Wahrheit, Demokratie und Fairness bedeutet...

Hier meine Entgegnung:
https://www.referendum.li/gemeinderverwaltung-setzt-auf-wahrheitsschiene-in-der-stellungnahme-vom-10-01-19/
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 11.01.2019 Antworten Melden
Zusätzliche Besucher kommen alle mit dem Velo auf die Blumenau...
Woher weiss die Gemeinde, dass alle zusätzlichen Besucher mit dem Velo auf die Blumenau kommen, wo sie doch zugeben musste, dass keine Bedarfsanalyse vorgenomme wurde?

Uns Bürgern wird gesagt, man solle mit dem Boden sorgsam umgehen, während die Gemeinde für den Freizeitpark 10000 wertvollstes Kultur- und Ackerland hergibt für Trendsportarten wie Fussballgolf, Street Workout... Ausserdem haben wir im Forst schon einen tollen Freizeitpark mit vielfältigen Möglichkeiten inmitten in einer wunderbaren Natur.

Ist halt weit weg vom Zentrum und stört niemanden...
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