• Guillaume Hoarau: bald schon nicht mehr mit der Kappe auf der Bank
    Guillaume Hoarau: bald schon nicht mehr mit der Kappe auf der Bank  (KEYSTONE/PETER KLAUNZER)

Es geht um Prämien und um die Ehre

Für die Young Boys und Lugano geht es in der 6. und letzten Runde der Europa League sportlich um nichts mehr. Die Schweizer Vertreter haben in ihren Gruppen keine Chance mehr auf das Weiterkommen.
Fussball. 

3,76 Millionen (YB) respektive 3,32 Millionen Euro (Lugano) an Startgeld und Punkteprämien hat das Duo aus der Super League auf internationaler Ebene bislang eingespielt. Mit einem versöhnlichen Abschluss, sprich mit einem Sieg, kämen nochmals je 360'000 Euro dazu.

Für beide Teams verkommt der letzte Auftritt in der Gruppenphase zu einer Pflichtaufgabe, auf die man aus sportlicher Sicht getrost verzichten könnte. Der Fokus gilt der Schweizer Meisterschaft. Die Young Boys, die am Sonntag die Grasshoppers empfangen, wollen ihren Vorsprung von vier Punkten auf Basel in die Winterpause retten. Lugano ordnet dem Heimspiel vom Sonntag gegen das punktgleiche Lausanne-Sport alles unter.

Nicht zu vergessen ist indessen der Punktekoeffizient in dem für die Zuteilung der Europacup-Plätze massgeblichen Nationen-Ranking der UEFA. Wenn es beispielsweise darum geht, ob die Schweiz auch künftig oder später wieder einen fixen Startplatz in der Champions League haben könnte, wird unter Umständen jeder Punkt wichtig sein, den YB und Lugano am Donnerstag noch einfahren.

So oder so werden die Trainer Adi Hütter und Pierluigi Tami rotieren. Bei den Young Boys dürfte gegen das albanische Team Skenderbeu Korça erstmals seit dem 10. September, als er sich am Oberschenkel verletzte, wieder Guillaume Hoarau in der Startformation stehen. Zudem ist mit Goalie Marco Wölfli und weiteren, weniger eingesetzten Akteuren von Beginn weg zu rechnen. "Es ist eine Chance für die Spieler, sich zu zeigen", sagte Hütter. "Niemand aus der U21 spielt. So klein will das Spiel in Bern niemand machen."

Auch Lugano, das seine beiden Auswärtsspiele gegen Be'er Sheva (1:2) und gegen Viktoria Pilsen (1:4) verloren hat, will in Bukarest nicht mit der Stammformation punkten. Tami wird mit einer stark veränderten Equipe antreten. Gegen den FCS stehen womöglich nur sechs ansonsten gesetzte Spieler auf dem Rasen. (sda)

07. Dez 2017 / 04:00
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