• Kulturelle Highlights in Liechtenstein
    Ein Zukunftsprojekt ist eine Bienenausstellung in Zusammenarbeit mit Chur.  (Daniel Schwendener)

Wichtiges Denkmal alten Handwerkerlebens

Viele Einwohner Liechtensteins kennen das Küefer-Martis-Huus. Die wenigsten wissen, dass es ein seltenes Beispiel eines repräsentativen Barock-Bauernhauses ist.
Ruggell. 

Dem guten Besuch der zahlreichen Veranstaltungen nach zu urteilen, haben viele Menschen seinerzeit zum Beispiel die Ausstellungen zum Thema Wasser in dem um 1730 gebauten Ruggeller Küefer-Martis-Huus besucht, das die Gemeinde 1997 erworben hatte, nachdem es bis 1993 noch bewohnt gewesen ist. Dieser Themenschwerpunkt steht zwar nicht mehr im Vordergrund des Gesamtbauwerks, aber das Interesse am Küefer-Martis Huus besteht nach wie vor, wie dessen Leiter Johannes Inama bestätigt.

Engagierter und kompetenter Kurator der Region 
Ruggell verfügt mit dem 2002 eröffneten Küefer-Martis-Huus nicht nur über ein eigenes Kulturhaus, sondern gemäss oberster Zielsetzung, die den Umbau dieses denkmalgeschützten Objektes stets begleitete, sollte dieses mit Leben erfüllt und ein Haus der Begegnung mit musealem Charakter werden. Eine Vorgabe, die man hundertprozentig erfüllt hat. Mit dem Vorarlberger Johannes Inama hat die Gemeinde Ruggell einen kompetenten Kurator gefunden. Nach dem mit dem Doktortitel abgeschlossenen Studium der Germanistik und Kunstgeschichte arbeitete er von 1993 bis 2004 im Jüdischen Museum Hohenems, von 2000 bis 2004 auch als dessen Leiter. Seit 2004 leitet er das Küefer-Martis-Huus. Ausserdem ist er freiberuflich als Redakteur, Autor und Kurator für diverse Institutionen und Projekte tätig.
Neben dem Museumsteil im geräumigen alten Holzhaus befindet sich die Tenne, auch «Kulturtenn» genannt, die, in Verbindung mit dem alten Haus, als Kulturzentrum für alle denkbaren kulturellen Veranstaltungen offen steht: Sitzungen, Vorträge, Kurse, Ausstellungen und Darbietungen aller Art. Der Museumsteil befindet sich im renovierten und denkmalgeschützten Wohnhaus. Die Räume im Obergeschoss und Dachgeschoss sind in erster Linie für Ausstellungen zu unterschiedlichen regionalen Themen reserviert. Die Wohnstube mit Kachelofen, die alte Schlafkammer und die Küche mit dem alten Herd verschaffen den Besuchern einen Eindruck von den ursprünglich typischen Wohnverhältnissen in der Region. Denn sie sind selten geworden, die begehbaren und von früheren Lebensumständen zeugenden Gebäude, wenngleich es in etlichen Gemeinden bereits solche oder ähnliche denkmalgeschützten Objekte gibt; hier war das Küefer-Martis-Huus beispielgebend, also damals noch eine Pioniertat. (vv)

Mehr in der Print- und ePaper-Ausgabe des «Liechtensteiner Vaterlands» von Dienstag, 15. Mai 2018.

14. Mai 2018 / 22:48
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