• Vaduz LSV LGT PK Tina Weirather
    Die Liechtensteinische Skirennlaeuferin Tina Weirather im Portrait, aufgenommen am Montag, 29. Januar 2018, anlaesslich einer Medienkonferenz der LGT zusammen mit dem LSV im Hotel Löwen in Vaduz. Foto & Copyright: Eddy Risch.  (ZVG)

«Liewo»-Region ist an den Olympischen Spielen gut vertreten

An den Olympischen Winterspielen im südkoreanischen Pyeongchang stehen 17 Athleten aus der Region im Einsatz. Für einige von ihnen geht es um den Olympiasieg, während andere zum ersten Mal dabei sein werden.

Am Freitag wurden die Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang mit einer grossen Feier eröffnet. Bis zum 25. Februar geht es in 102 Wettkämpfen um Medaillen und Diplome. Mit dabei sind auch 17 Athleten aus der Region. 

Liechtenstein ist mit drei Athleten in Südkorea vertreten. Martin Vögeli, der zum ersten Mal an Olympischen Spielen dabei ist, gehört in Pyeongchang nicht zu den Medaillenkandidaten. Der 23-Jährige will an den Spielen Erfahrungen für seine weitere Karriere sammeln. Ähnliches gilt für den zweiten jungen Liechtensteiner, Marco Pfiffner. Der Unterländer war bereits 2014 in Sotschi dabei und konnte sich da mit Rang 24 im Slalom über ein Top-30- Resultat freuen. Pfiffner, der bei der Eröffnungsfeier die liechtensteinische Fahne tragen durfte, will das Resultat von Sotschi übertreffen.

Die wohl grössten Medaillenchancen hat Tina Weirather. Die 28-jährige Speed-Spezialistin gilt als erste Anwärterin auf den Olympiasieg im Super-G. Auch in der Abfahrt ist eine Medaille für die Planknerin möglich. Doch Olympische Spiele waren in der Vergangenheit keine freudige Angelegenheit für Weirather. 2006 war sie zum ersten Mal mit dabei. Vier Jahre später musste Weirather wegen einer Verletzung passen und auch in Sotschi stand eine Verletzung der ersten Olympiamedaille von Weirather im Weg. In diesem Jahr ist Tina Weirather topfit und bereit, in die grossen Fussstapfen ihrer Mutter zu treten. Hanni Wenzel wurde 1980 in Lake Placid Doppelolympiasiegerin.

«Rotor-Team» schickt sieben Athleten nach Pyeongchang
Seit 2015 betreibt Marco «Büxi» Büchel zusammen mit Micha Eder das «Rotor» Trainingscenter in Balzers. Neben den Liechtensteiner Skifahrern Tina Weirather und Marco Pfiffner trainieren auch die Schweizer Skicrosser in Liechtenstein. Auch unter ihnen gibt es einige Anwärter auf Medaillen. Marc Bischofberger, der momentan Führende im Gesamtweltcup, und Alex Fiva standen in dieser Saison schon zuoberst auf dem Podest. Es ist also durchaus möglich, dass das «Rotor-Team» von den Olympischen Spielen zwei bis drei Medaillen nach Hause bringt.

Der Gamser Jonas Lenherr trainiert auch im «Rotor-Team». In dieser Saison kam der 28-Jährige nicht wie gewünscht auf Touren und hat deshalb in Pyeongchang nur Aussenseiterchancen. Dies könnte allenfalls sogar ein Vorteil sein, da die Konkurrenz nicht unbedingt mit ihm rechnen wird.

Viele Olympioniken rund um den Walensee
Die «Liewo»-Region ist an den Olympischen Winterspielen 2018 zahlreich vertreten. Die meisten Teilnehmer sind rund um den Walensee anzusiedeln. Patrick Küng, wohnhaft in Obstalden, gehört schon länger zum Schweizer Speedteam im Weltcup. Der Abfahrtsweltmeister von 2015 blieb in dieser Saison deutlich unter seinen Möglichkeiten und verpasste die Top 30 oft. Eine Medaille für den Glarner ist daher ziemlich unwahrscheinlich.

Gleich fünf Athleten schickt der SC Flumserberg nach Südkorea. Angeführt wird die Delegation von Julie Zogg. Sie war bereits 2014 in Sotschi am Start und belegte da zwei Top-10-Plätze. Ihr Ziel wird sein, diese Resultate zu übertreffen. Die weiteren Olympiateilnehmer des SC Flumserberg sind Lara Casanova, Jérôme Lymann, Kalle Kobelt und Simone Wild. Für alle sind es die ersten Olympischen Spiele und es geht darum, Erfahrungen für die Zukunft zu sammeln. Die Skifahrerin Simone Wild konnte beim letzten Riesenslalom auf der Lenzerheide mit Rang vier auf sich aufmerksam machen. Dank diesem Topresultat holte sie sich in letzter Sekunde noch das Olympiaticket. An einem guten Tag hat die 24-Jährige sicher Aussenseiterchancen auf eine Olympiamedaille.

Auch die beiden Toggenburger Jan Scherrer und Simon Ammann sicherten sich ein Olympia-Startplatz. Scherrer ist Teil eines starken Schweizer Halfpipe-Teams. Olympiasieger Iouri Podlatchikov und David Hablützel haben sich jedoch kurz vor den Spielen noch verletzt. Der Start der beiden Top-Athleten steht auf der Kippe und darum ruhen die Hoffnungen der Schweizer auch auf dem 23-jährigen Ostschweizer. Dies könnte die nötige Motivationsspritze für eine Medaille sein.

Simon Ammann und Olmpische Spiele – das ist immer wieder eine Achterbahn der Gefühle. Der mittlerweile 36-jährige Toggenburger steht vor seiner sechsten Teilnahme. 2002 in Salt Lake City und 2010 in Vancouver gewann Ammann Doppel-Olympiagold. Dank dieser vier Goldmedaillen ist er der erfolgreichste Winterolympionike der Schweiz. Wenn es nach der Reihe geht, gewinnt Ammann alle acht Jahre Doppel-Olympiagold, also auch 2018 in Pyeongchang. Dies ist zwar eher unwahrscheinlich, doch Ammann zeigte vor knapp einem Monat mit dem dritten Rang beim Skifliegen am Kulm, dass man ihn nie abschreiben sollte. Der Biathlet Martin Jäger komplettiert die «Liewo»-Region. Er wird mit der Schweizer Staffel einen Top-10-Platz anvisieren. (rb)

11. Feb 2018 / 00:00
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