• Uptown Mels
    David Trümpler, Geschäftsleiter Alte Textilfabrik Stoffel AG.  (Daniel Schwendener)

"Aus einer alten Substanz etwas Neues erstellen"

Die Bauarbeiten bei der alten Fabrik Stoffel in Mels gehen zügig voran. Doch bevor die Ersten einziehen können, steht noch einiges an.

Die Bauarbeiten von Uptwon Mels bei der altenTextilfabrik Stoffel sind seit dem Spatenstich im Juni zügig vorangegangen. Läuft alles nach Plan?
David Trümpler, Geschäftsleiter Alte Textilfabrik Stoffel AG:
Ja. Seit wir mit den Aushubarbeiten begonnen haben, befinden wir uns perfekt im Zeitplan. Die erste Etappe wird im zweiten Quartal 2019 bezugsbereit sein. Im August 2018 starten wir mit der zweiten Bauetappe, welche im März 2020 fertiggestellt sein wird. Somit befinden sich bereits mehr als 55 Prozent des Projekts in der Ausführung.

Was reizt Sie daran, ein Projekt wie Uptown Mels zu realisieren?
Dass es eine sehr anspruchsvolle Aufgabe ist, aus einer alten Substanz etwas Neues zu erstellen, das mit dem Zusammenspiel der Neubauten in eine Harmonie gebracht wird. Man ist hier mit fast allen Disziplinen im Hoch- und Tiefbau konfrontiert. Das macht das Projekt, welches nicht immer ganz einfach ist, spannend.

Stellen die Altlasten eine besondere Herausforderung dar?
Nein, die Altlasten- und Schadstoffsanierungen stellten keine grosse Herausforderung dar. Denn es hatte in den Gebäuden nur wenige und die Standorte waren bekannt. Die primäre Herausforderung ist die Koordination der gesamten Erschliessung von Verkehr, Langsamverkehr, Wasser, Gas, Elektro, Entwässerung und allem, was dazugehört. 

Sind bereits alle Etappen bewilligt?
Die erste und die zweite Etappe sind im Rahmen des ersten Gestaltungsplanes bewilligt. Bei der dritten benötigen wir noch eine Baubewilligung, die aber aufgrund des ersten Gestaltungsplanes eine reine Formsache ist. Beim Gestaltungsplan der vierten Etappe befinden wir uns noch in einem Einspracheverfahren. 

Welche Leute interessieren sich für eine Wohnung in Uptown Mels?
Die Leute, welche sich für unsere Wohnungen interessieren, suchen das Spezielle. Echte Lofts, wie wir sie hier anbieten, gibt es nicht überall. Darum sind sie auch einzigartig. Die Interessenten sind von unserem Siedlungskonzept angetan, das Alt-mit Neubauten kombiniert, einen Fabrikpark mit Schwimmbad und Sauna anbietet und mit einem 
Schräglift erschlossen ist.

Möchten Sie mit dem Projekt eine spezifische Kundengruppe ansprechen?
In der ersten Etappe wollen wir primär Käufer ansprechen, die daran interessiert sind, in einem Loft zu leben. Auch für Familien ist das bewohnen eines Lofts interessant, weil sich dieses den verschiedenen Lebensabschnitten anpassen lässt.

Wie kommt das Projekt in der lokalen Bevölkerung an?
Anfangs waren die Leute eher skeptisch. Sie befürchteten zuerst, dass hier sowieso nichts geschehen wird. Da jetzt die Abbrucharbeiten getätigt sind, freuen sich die Melser, dass etwas mit ihrer alten Fabrik geschieht. Denn seit fast 20 Jahren stand sie so gut wie leer. Insbesondere wird befürwortet, dass die Färberei abgerissen wurde. Wenn hier nichts vorangegangen wäre, wäre die Fabrik zu einem Schandfleck verkommen und mit der Zeit in sich zusammengefallen.

Führten die verschieden Baueingaben zu Einsprachen?
Es gab ein paar wenige Einsprachen, welche aber allesamt gütlich geregelt werden konnten. 

Welches waren die Beweggründe?
Die Nachbarn und die Entwickler der Neubauprojekte oberhalb der alten Fabrik wollten sich primär ihre Aussicht sichern. Zurzeit laufen noch drei Einsprachen zum Gestaltungsplan der vierten Etappe. Da diese Etappe erst später realisiert wird, sind diese nicht auf dem kritischen Pfad. 

Sind einige der Wohnungen bereits verkauft?
Rund 30 Prozent. Wir bieten die Wohnungen primär auf den gängigen Immobilienportalen und unserer Webseite an. Auch haben wir schon einen Liechtensteiner Bus und Plakatstellen im Ländle mit Uptown Mels plakatiert.

Wie lange muss man als Erstbezüger einer Wohnung im Sommer 2019 mit einer Baustelle rechnen?
Beim Einzug in die ersten Wohnungen sind der Innenhof und der Rohbau der zweiten Etappe fertiggestellt. Sechs bis sieben Monate später befindet sich die Baustelle eigentlich ausserhalb des Blickfeldes, weil sich der Bau auf das untere Niveau verschiebt. Somit wird man von den zukünftigen Immissionen bestmöglich verschont.

Wie viele Wohnungen entstehen insgesamt?
Um die 220 Wohnungen total. Von Ein- bis Sechs-Zimmer-Wohnungen in diversen Grössen bieten wir so 
gut wie alles an. Die erste Etappe beinhaltet nicht nur Lofts in der alten Fabrik, sondern auch Neubau-
wohnungen.

Was bleibt ausser den hohen Fenstern und Säulen von der alten Fabrik erhalten?
Die Hülle der alten Substanz bleibt bestehen. Wir stellen den Urzustand der Fabrik, welcher sich im Lauf der Geschichte verändert hat, wieder her, passen die Isolation aber an die Umweltschutzanforderungen an. Von aussen wird sich die Fabrik bei den Nordfassaden kaum verändern. Das Skelett sowie die Säulen bleiben bestehen. Was wir gar nicht anfassen werden, ist das alte Kraftwerk mit seinen Turbinen und dem Dieselgenerator. Das belassen wir so, wie es ist.

Wie wird geheizt?
Es wird eine Kombiheizung mit 80 Prozent Holzschnitzel/erneuerbare Energie und 20 Prozent Gas installiert. Denn im Sommer lohnt es sich nicht, den Schnitzelofen für die Warmwasseraufbereitung zu betreiben. Das Anbringen von Sonnenkollektoren auf der alten Bausubstanz, die unter Denkmalschutz steht, ist leider nicht gestattet. Die Holzschnitzel werden direkt aus dem Weitsstannental von der Ortsgemeinde Mels geliefert. 

Im Innenhof ist ein Restaurant geplant?  
Ja genau. Im alten Kraftwerk wird ein Zwischenboden für das Restaurant eingezogen und eine Bar wird um den alten Dieselgenerator eingerichtet. Das ist der aktuelle Stand der Planung. Einen Gastronom zwei Jahre im Voraus zu finden, ist nicht einfach. Mit einigen befinden wir uns jedoch bereits im Gespräch. Das Restaurant wird direkt mit dem Schräglift erreichbar sein.

Welche Kapazität weist der Schräglift auf?
Er wird Platz für zehn Personen bieten. Es können auch Velos und Kinderwagen damit transportiert werden. Der Lift ist bestellt und wir sind momentan in der Planungsphase, welche etwas komplizierter ist, als ein Haus zu bauen. Die Gemeinde Mels beteiligt sich ebenfalls am Schräglift und ist in den Planungsprozess involviert. (ms)

25. Nov 2017 / 21:25
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