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Datenschutz dank EU

«Diese Webseite verwendet Cookies:» Kaum eine Internetseite verschont die User mit diesem Hinweis. Dazu häufen sich die E-Mails, in denen nachgefragt wird, ob man diesen oder jenen Newsletter weiterhin empfangen will.

Wer es genau wissen will, kann sich die damit verbundenen Datenschutzerklärungen reinziehen. Je nach Angebot sind das zwischen fünf und zehn Seiten Text. 

Grund für die Betriebsamkeit ist die Datenschutz-Grundverordnung der EU (DSGVO), die am 25. Mai in Kraft tritt. Die User sollen dadurch mehr Kontrolle über ihre Personendaten erhalten und die Unternehmen, die Daten verarbeiten, werden mehr in die Verantwortung genommen: Sie müssen Auskunft geben können, welche Daten für was gesammelt und wie diese verwendet werden. 

Die DSGVO ist ein bürokratisches Monster. Der Bericht und Antrag in Liechtenstein, mit dem die Bestimmungen übernommen werden, wird 960 Seiten dick. Die Nervosität unter den Unternehmen, Vereinen und anderen betroffenen Organisationen ist in den letzten Wochen und Monaten gestiegen: Infoveranstaltungen und Kurse sind ausgebucht, und dennoch ist vielen nicht klar, was sie genau tun müssen. Auch in der Landtagsdebatte in dieser Woche wurde offenbar, dass kaum jemand behaupten kann, den kompletten Durchblick zu haben. 

Und doch ist die DSGVO ein positives Beispiel, was die Europäische Union zu leisten vermag. Lange Zeit wurden die Europäer für ihre Datenschutz-Bemühungen belächelt – insbesondere von den Amerikanern, die Datenschutz als Hindernis für Innovationen sahen. Kein Wunder, denn das Geschäftsmodell von Google, Facebook und Amazon basiert vor allem auf Daten. Doch jetzt dreht der Wind: Spätestens seit dem Datenskandal um Facebook und Cambridge Analytica, von dem bis zu 87 Millionen Nutzer betroffen waren, setzt in den USA ein Umdenken ein. Die DSGVO gilt mittlerweile vielen Ländern als Vorbild. 

Über all die Gesetze, Regeln und Bestimmungen sollte eines nicht vergessen gehen: Datenschutz beginnt bei der Eigenverantwortung. Muss man wirklich auf jeder Plattform dabei sein? Was gehört ins soziale Netwerk geschrieben und was behalte ich besser für mich? Sind meine Kinder wohl einverstanden, dass ich Fotos von ihnen auf Instagram poste? 

06. Mai 2018 / 00:00
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