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Wer lesen kann, ist im Vorteil

Eine der wichtigsten Künste der Kommunikation ist es, sich in sein Gegenüber hineinfühlen zu können. Empathie ist die Antwort auf eine rücksichtslose Gesellschaft.

Studien belegen, dass Menschen, die sich früh mit lesen beschäftigen, gesellschaftsfähiger sind. Auch im Erwachsenenalter sind Menschen, die sich – vor allem mit anspruchsvollerer – Literatur beschäftigen, eher fähig, anderen mit Empathie entgegenzutreten als jene, die das nicht tun.

Auch die aktuelle Vorlese-Studie der Stiftung Lesen in Deutschland belegt, dass bei Kindern, die selbst noch nicht lesen können, ein besonderes Bedürfnis danach besteht, dass ihnen Eltern oder andere Bezugspersonen vorlesen. 91 Prozent der befragten Kinder gefällt es, wenn ihnen vorgelesen wird. Die Kinder, denen vorgelesen wird, sind auch in der Schule erfolgreicher. «Diese Kinder sind zupackend und aktiv», erklärt die Leiterin des Instituts für Lese- und Medienforschung, Simone Ehmig. «Diese Kinder sind eher bereit, in ihrem späteren Berufsleben Verantwortung zu übernehmen und kreativ Dinge voranzubringen.»

Durch das Lesen wird der aktive Spracherwerb gefördert. Kinder, die viel lesen, haben einen grösseren Wortschatz, können sich besser konzentrieren und entwickeln eine grössere Sozialkompetenz und Fantasie. Als weiteren positiven Aspekt fördert das Lesen die Urteilsfähigkeit und die geistige Eigenständigkeit des Kindes.

Die Lesekompetenz ist eine der wichtigsten Schlüsselqualifikation für einen erfolgreichen Bildungsweg. Und hier spielen gerade Bibliotheken eine besondere Rolle in unserer Gesellschaft. Da bietet sich in knapp zwei Wochen ein Besuch in der Liechtensteinischen Landesbibliothek an. Am Samstag, 24. Juni, wird dort die neue Kinder- und Jugendbibliothek offiziell eröffnet. Hier entsteht bis dahin eine gute Möglichkeit für Kinder- und Jugendliche, zu verweilen und sich dort geborgen zu fühlen. Das ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, damit Kinder und Jugendliche überhaupt Bibliotheken besuchen und das Lesen als sinnvolle Freizeitbeschäftigung für sich entdecken. Erstaunlich ist dabei auch, dass Jugendliche zwar eine hohe Affinität zu neuen Medien haben, dem Buch aber immer noch den Vorzug gegenüber einem E-Book geben. Bibliotheken müssen sich immer wieder neu erfinden, um am Puls der Zeit zu bleiben. Jugendliche werden immer anspruchsvoller – und die Bibliothekare scheuen keine Mühen, ihre Institutionen immer auf dem Laufenden zu halten. Dabei kommt der Landesbibliothek als Nationalbibliothek eine besondere Bedeutung zu.  (mw)

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10. Jun 2017 / 19:46
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