• Weltweit erkranken jährlich 215 000 Kinder an Krebs.
    Weltweit erkranken jährlich 215 000 Kinder an Krebs.  (istock)

Von lustigen Kobolden und lieben Feen

Die Diagnose Krebs ist ein Riesenschock. Insbesondere für Eltern, deren Kinder diese niederschmetternde Nachricht erhalten. Die heute vierjährige Lena* erkrankte 2014 an Leukämie, hat jedoch den Kampf gegen den Blutkrebs gewonnen.
Vaduz. 

Dass Kinder sogenannte Hämatome haben, ist eigentlich nichts Aussergewöhnliches, denn die lieben Kleinen sind halt wild, rennen herum und fallen auch ab und zu hin. «Auffallend war, dass Lena damals aber ständig und überall am Körper blaue Flecken hatte», erinnert sich Lenas Mutter. Beim jährlichen Kontrolluntersuch sprach sie den Arzt darauf an, der nach weiteren Untersuchungen feststellte, dass die Zweijährige an einer sehr seltenen Form der akuten lymphatischen Leukämie (ALL) erkrankt ist. Eine bösartige Krebsart, die im Knochenmark – dem Ort der Blutbildung – entsteht und von der weltweit nur zirka 500 Kinder betroffen sind. «Nicht nur die Diagnose war niederschmetternd, sondern vor allem die Tatsache, dass Lena nur durch einen passenden Blutstammzellspender überleben kann», erzählt die Mutter. 

Dank eines passenden Spenders überlebt
Zunächst musste sich Lena während einem halben Jahr einer Chemotherapie unterziehen. Eine Zeit, in der die Eltern natürlich kaum von der Seite ihrer Tochter gewichen sind. Blutspende SRK Schweiz machte sich währenddessen auf die Suche nach einem geeigneten Spender. «Es war turbulent und anstrengend», erinnert sich die Mutter. Sie seien oft traurig gewesen und gefangen in einer Machtlosigkeit, die kaum auszuhalten war. Dennoch versuchten sie, diese Gefühle ihrer Tochter gegenüber zu verbergen und sie auf das Bevorstehende mittels schöner Geschichten vorzubereiten. 
Aus Ärzten wurden lustige Kobolde und aus Krankenschwestern liebe Feen, die alles versuchten, Lena wieder gesund zu machen. Am 19. Dezember 2014 bekam das Mädchen dann die Blutstammzellspende per Transfusion verabreicht. Wer der Lebensretter war, wurde der Familie aufgrund der Datenschutzbestimmungen nie mitgeteilt. Jedoch dürfen sie mit ihm über die Organisation in Kontakt treten. «Wir lassen ihm in regelmässigen Abständen eine Nachricht zukommen», verrät die Mutter. Die Dankbarkeit gegenüber dem anonymen Spender sei nicht in Worte zu fassen. Der Krebs ist besiegt und Lena gilt seit Januar 2016 als geheilt. «Die Vierjährige geht seit August in den Kindergarten, ist zu einer grossen Schwester herangewachsen und besonders stolz auf ihre langen, braunen Haare», verrät die Mutter. 

14. Feb 2017 / 21:50
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