• Auf sie wird es gegen England wieder ankommen: Kroatiens Antreiber im Mittelfeld, Ivan Rakitic (links) und Luka Modric (rechts)
    Kroatiens Antreiber im Mittelfeld, Ivan Rakitic (links) und Luka Modric (rechts) haben das Finale geschafft. (Bild: Key)  (KEYSTONE/EPA/FRANCK ROBICHON)

Kroatien mit grossartigen Tugenden

Das kleine Kroatien (4 Mio. Einwohner) steht erstmals in einem WM-Finale. Die Emotionen bei Spielern und Fans waren nach 125 Minuten Spielzeit sehr euphorisch; mehr als 20 Minuten blieben die Profis auf dem Platz zurück. Nun wartet im Finale Frankreich. Die Trainer von Kroatien, Zlatko Dalic, und England, Gareth Southgate, suchten nach Erklärungen zum Spielausgang.

«Kroatien ist ein kleines Land, wir haben Herz und Stolz, das ist der Schlüssel zum Erfolg. Wir sind das bessere Team und jene, die England im Finale sahen, sind nicht die wahren Experten», stellte Kroatiens Nationaltrainer Zlatko Dalic selbstbewusst klar.

Dalic: «Kroatiens Fans hatten Überhand»

Dalic war auch darüber dankbar, dass vom Umfang her die kroatischen Fans Überhand gegenüber den Engländern hatten. «Sie waren lauter, in schwierigen Phasen, wenn wir nicht die Kontrolle übers Spiel hatten, haben sie uns angetrieben. Sogar der mazedonische Nationaltrainer hat mir geschrieben. Wir glauben, dass uns alle im Finale unterstützen werden», so Dalic.

Die Frage liegt auf der Hand, wieviele Kräfte haben drei Verlängerungen gekostet? «Das ist eine heikle Frage. Niemand wollte ausgewechselt werden. Ich orientierte mich an den Physios und Medizinern. Einige Spieler blieben trotz Verletzungen auf dem Platz, das ist phantastisch. Niemand sagte, ich kann nicht mehr, das macht mich stolz, niemand hat aufgegeben», freute sich Dalic.

Southgate: «Wir besassen Chancen für ein zweites Tor»

Trotz des verpassten Finaleinzuges wirkte Englands Cheftrainer Gareth Southgate gefasst. «Wir spielten stark in der ersten Halbzeit, hielten die Positionen und besassen Chancen für ein zweites Tor. In der zweiten Halbzeit konnten wir nicht mehr konsequent dagegen halten. Der Effekt, das Finale vor Augen zu haben, hatte sich in den Köpfen manifestiert. Kroatien kam wirklich stark zurück, zeigte einige aussergewöhnliche Aktionen», räumte Southgate ein und sah sein Team in der Verlängerung wieder besser im Spiel. «Kroatien hatten einige gefährliche Angriffe, doch wir waren fähig, um zu reagieren», freute sich Southgate. Vorerst benötige sein Team einige Tage, um diese Niederlage zu verkraften. «Der Schmerz ist gross. Wir müssen im Spiel um Platz drei unseren Weg wählen, wie heute in der ersten Halbzeit.» Southgate freute sich über die Reaktion seiner Fans: «Die war toll. Das Land ist stolz auf das Team, was wir erreicht haben. Wir müssen vorerst das negative Resultat verarbeiten, dennoch bin ich stolz auf die Mannschaft.» (eh)

12. Jul 2018 / 00:07
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